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Neue Protestaktion gegen den Massentourismus auf Mallorca: Aktivisten "sperren" Strände in der Gemeinde Manacor

Es ist bereits die zweite Aktion der antikapitalistischen Gruppe Caterva in diesem Sommer

Eines der Schilder, laut dem der Strand geschlossen ist.

Eines der Schilder, laut dem der Strand geschlossen ist. / Caterva

Redaktion DM

Redaktion DM

In der Gemeinde Manacor haben Aktivisten der antikapitalistischen Gruppen Caterva mit nicht ganz ernst gemeinten Schildern einmal mehr ihren Unmut gegen den Massentourismus zum Ausdruck gebracht. Ähnlich wie im Vorjahr haben sie am Samstag (24.8.) zahlreiche Buchten und Strände im Gemeindegebiet "gesperrt", darunter: Cala Varques, Cala Magraner, Cala Bota, Cala Petita, Cala Murta oder auch Cala Morlanda.

"Strand geschlossen", war auf den Schildern in großen Lettern zu lesen. Mit der Erklärung "Wegen Erholung der Anwohner geschlossen" darunter spielen die Aktivisten in ihrer zweiten Protestaktion in diesem Sommer auf die Überlastung der hiesigen Strände an.

„Wir glauben, dass Urlauber Teil des Problems sind und dass sie für die Situation, unter der wir leiden, mitverantwortlich sind. Die Hauptverantwortlichen sind aber die Eigentümer der Hotelketten, der Bauunternehmen wie auch die Immobiliengesellschaften. Sie müssen in die Pflicht genommen werden“, hieß es in einer Erklärung der Initiative.

14 Tage nach der Strandbesetzung

Erst Mitte August hatten Aktivisten symbolisch den Strand am Ballermann 6 besetzt. Initiator war in diesem Fall die Initiative Mallorca Platja Tour, die mit satirischen Aktionen ebenfalls darauf aufmerksam machen will, welche Folgen der Massentourismus für die einheimische Bevölkerung hat. 

Die Bewegung ohne hierarchische Strukturen hatte erstmals im Juni für Schlagzeilen gesorgt, als rund 300 Einheimische die "Instagram-Bucht" Caló d'es Moro besetzten. Konkreter Auslöser der Aktion war eine Aussage der Politikerin der rechtspopulistischen Vox, Manuela Cañadas, wonach die Residenten im Juli und August keine ruhigen Strandtage erwarten könnten, wie in früheren Jahren. /sw

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