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Urlauber von Sturzbach mitgerissen: Rettungsteam findet Leichnam des 32-Jährigen

Der Brite galt seit Dienstag als vermisst. Auch seine Freundin starb bei dem Unglück

Das Bergungsteam sucht mittlerweile mit Tauchern nach dem Urlauber.

Das Bergungsteam sucht mittlerweile mit Tauchern nach dem Urlauber. / Guardia Civil

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Die Guardia Civil hat am Freitagvormittag (6.9.) die Leiche eines Mannes gefunden. Die offizielle Bestätigung steht noch aus, es dürfte sich aber um den vermissten Mallorca-Urlauber handeln. Das gab ein Sprecher der Polizei bekannt. Der 32-Jährige wurde mit seiner ebenfalls verstorbenen Freundin am Dienstag von einem Sturzbach mitgerissen.

Noch gibt es kaum Infos zu dem britischen Pärchen, das am Dienstag mit anderen Urlaubern ohne große Kenntnis und mit mangelhafter Ausrüstung den Torrent de Pareis in die Sa Calobra-Schlucht herabsteigen wollte und vom Unwetter überrascht wurde. Alexander J. und die 26-Jährige Sarah James T. sollen in der Heimat zusammengelebt haben.

Leiche der Frau befand sich noch in der Nähe

Den Leichnam der jungen Frau fand die Guardia Civil am Mittwoch 200 Meter vom Punkt entfernt, an dem sie zuletzt gesehen wurde. Nach tagelanger Suche, die immer wieder wegen des schlechten Wetters oder den Einbruch der Nacht unterbrochen wurde, fand das Einsatzteam zuerst Schuhe und später auch die Hose des 32-Jährigen. Infos, wo sich der Leichnam letztlich befand, gibt es noch keine. Die Polizisten vermuteten, dass es den Briten aufs offene Meer getrieben haben könnte.

Das Wetter auf Mallorca unterschätzt

Zehn weitere Urlauber, darunter Spanier, Franzosen und Deutsche, rettete ein Hubschrauber am Dienstag. Sie alle hatten die Exkursion unterschätzt und sich nicht mit dem Wetterbericht auseinandergesetzt. Als der heftige Regen einsetzte und der Wasserpegel im Sturzbach stieg, war die Gruppe plötzlich gefangen. Es ging weder vor noch zurück. Die Urlauber teilten den Polizisten mit, dass die zwei Briten vom Wasser mitgerissen wurden. Nach dem Fund der Leiche musste die Wandergruppe psychologisch betreut werden.

Neben den Beamten, die per Hubschrauber oder zu Fuß den Sturzbach nach dem vermissten 32-Jährigen durchkämmten, warenauch Taucher dabei, die Punkte abzusuchten, an denen das Wasser tiefer stand.

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