"Jeden Tag kann ein Unglück passieren": Jäger warnen vor Gefahr durch eine Herde von Ziegen auf Mallorca
Eine Gruppe von zehn bis zwölf Tieren hat sich im Waldgebiet von Puntiró niedergelassen und macht dort die Straßen unsicher

Ziegen auf der Straße, die kürzlich bei Puntiró gesichtet wurden. / DM
Jäger aus Palma warnen vor der Unfallgefahr, die derzeit von einer Gruppe von "zehn oder zwölf" wilden Ziegen in Puntiró, im Gemeindegebiet von Palma, ausgeht. "Sie sind schon seit Monaten dort und niemand unternimmt etwas. Ich habe schon mehrere sehr gefährliche Situationen mit Autofahrern beobachtet, weil die Tiere auf der Straße unterwegs sind. Jeden Tag kann ein Unglück passieren“, erklärt José Antonio Boned, Präsident des Jagd- und Schießvereins von Palma.
Puntiró ist ein ländliches, bewaldetes Gebiet, das in diesem Jahr auf Initiative von Vox Palma, wie auch andere Naturgebiete der Gemeinde, wieder für die Jagd freigegeben wurde. Einige der Jäger, die sich dort regelmäßig aufhalten, stoßen immer wieder auf die Ziegen und äußern ihre Besorgnis, da diese häufig entlang der Straße umherwandern.
Ein Fall für den Inselrat
"Wir können nichts tun, weil es verboten ist, sie zu jagen. Jedes Mal, wenn ich dorthin gehe, sehe ich sie; ich habe die 112 und beim Inselrat angerufen, aber niemand kümmert sich darum. Vor ein paar Tagen war ich dort und sie sind immer noch da", beklagt Boned. Die Zuständigkeit für die Umsiedlung dieser Tiere liegt beim Inselrat. In solchen Fällen werden Ziegen in der Regel an Orte gebracht, an denen sie keine so offensichtliche Gefahr für den Fahrzeugverkehr darstellen.
Auf der Straße von Puntiró ist das Risiko für Unfälle besonders hoch, da es dort mehrere Abschnitte mit schlechter Sicht gibt. Außerdem erwarten Autofahrer in der Regel nicht, dass sie diese Tiere in einer Gegend antreffen, in dem ihre Anwesenheit doch eher ungewöhnlich ist. Es ist nicht bekannt, woher die Gruppe von rund einem Dutzend Wildziegen kommt, zu der auch einige Jungtiere gehören. Aber es ist nicht das erste Mal, dass diese Tiere in Gebiete vordringen, die ihnen fremd sind.

Die Herde besteht aus rund einem Dutzend Tiere. / DM
Selektive Beseitigung
Mallorca leidet unter einer Überpopulation von wilden und verwilderten Ziegen, die immer wieder in den Gebieten von Andratx, Calvià und Pollença gesichtet werden. Sie kommen oft aus dem Gebirge der Serra de Tramuntana und wagen sich auf der Suche nach Nahrung in die Städte. In Palma wurde ihre Anwesenheit in Son Vida registriert.
Ihre Bejagung oder Tötung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Inselrats oder einer betroffenen Gemeindeverwaltung erlaubt. In diesem Zusammenhang hat die balearische Artenschutzbehörde Cofib im vergangenen März mehrere Exemplare in Estellencs auf Antrag dieser Gemeinde beseitigt, da sich eine große Herde von bis zu 70 Exemplaren angesiedelt hatte, die zum Problem für den Ackerbau und die Anwohner wurde. Auch im aktuellen Fall verweisen die Jäger von Palma nun darauf, dass die Anwesenheit dieser Tiere in Puntiró ihre Beseitigung oder Umsiedlung rechtfertigt, da sie eine Gefahr für Autofahrer darstellen. /bro
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