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Der schockierende Auslöser für den Mord an einer Schweizerin

Die Ermittler der Guardia Civil sehen den Fall quasi als gelöst an

Ermittler der Guardia Civil am Tatort.

Ermittler der Guardia Civil am Tatort. / DM

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Marcos Ollés

Marcos Ollés

Nach dem brutalen Mord an einer Schweizerin in der Nähe von Colònia de Sant Jordi am Mittwochabend (25.9.) werden erste Details zum Tatmotiv bekannt. Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, soll der dringend tatverdächtige Victor Aníbal T.M. mit seiner Schwiegermutter Erika R. in Streit geraten sein, weil kein Bier im Haus war. Die Auseinandersetzung sei eskaliert, daraufhin habe der Mann der Mutter seiner Partnerin mit einem Gegenstand auf den Kopf geschlagen. Erste Berichte, dass es sich bei der Tatwaffe um eine Axt handelte, wurden nicht bestätigt.

Die Ermittler der Guardia Civil sehen den Fall quasi als gelöst an, warten aber noch auf das Ergebnis der Autopsie. Wie die Guardia Civil in einer Pressemitteilung erklärte, würde der Täter am Donnerstag noch nicht dem Haftrichter vorgeführt. Am Freitag werde es weitere Informationen in der Sache geben.

Was über die Tat bekannt ist

Die Attacke hatte sich am Mittwoch gegen 19.30 Uhr ereignet. Zu dem Zeitpunkt waren der mutmaßliche Täter und das Opfer allein in dem Landhaus in der Gemeinde Ses Salines, in der sie gemeinsam mit der Tochter der Schweizerin lebten. Nachbarn hörten einen lautstarken Streit und riefen den Notruf.

Als die Einsatzkräfte von Guardia Civil und Ortspolizei eintrafen, fanden sie die 74-Jährige in einer Blutlache vor. Die herbeigerufenen Sanitäter konnten nur noch den Tod der Frau feststellen, die schwere Verletzungen am Kopf erlitten hatte. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sie keine Chance, sich gegen die brutale Attacke zu wehren.

Der 47-Jährige Mann war ebenfalls noch im Haus. Eine Überprüfung der Personalien ergab, dass er in der Vergangenheit mit verschiedenen Gewaltdelikten auffällig geworden war. Zudem soll das Verhältnis zu seiner Schwiegermutter alles andere als harmonisch gewesen sein. Er wurde noch vor Ort als Hauptverdächtiger verhaftet.

Erinnerungen an andere Gewalttat werden wach

In Colònia de Sant Jordi werden durch die Tat Erinnerungen an einen grausamen Mord im September 2019 wach. Damals wurde eine 59-jährige Deutsche von einem Mann getötet, den sie bei sich in der Wohnung aufgenommen hatte. Der stark alkoholisierte Mann stach damals mehrfach mit einem Küchenmesser auf sie ein. Im Jahr 2021 wurde der Täter zu einer Gefängnisstrafe von 20 Jahren verurteilt.  /pss

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