Vergewaltigungsvorwurf gegen Ex-Bürgermeister von Deià: Aussage gegen Aussage
Eine 23-Jährige hat Anzeige gegen den Ex-Politiker erstattet

Jaume Crespí. / DM
Der frühere Bürgermeister von Deià, Jaume Crespí, ist wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs angezeigt worden. Eine 23-Jährige gab bei der Guardia Civil zu Protokoll, dass der Ex-Politiker sie in einem Auto sexuell missbraucht habe, als sie unter Drogen gestanden habe, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" am Freitag (4.10.) berichtet. Crespí wies alle Vorwürfe von sich und beschuldigte die Frau der Lüge.
Die Vorfälle sollen sich nach Angaben der 23-Jährigen am 25. September in der Gemeinde Esporles zugetragen haben. Einige Tage später teilte die Guardia Civil dem Ex-Politiker mit, dass gegen ihn ermittelt werde. Crespí wies die Anschuldigungen gegenüber dem "Diario de Mallorca" zurück. „Es stimmt, dass ich die junge Frau kenne, und wir uns an jenem Tag unterhalten haben, aber ich habe ihr keine Drogen gegeben, und wenn sie etwas genommen hat, dann bevor sie mich getroffen hat, und es gab keine sexuelle Aggression. Einige Tage später rief sie mich an und teilte mir mit, dass sie mich angezeigt habe, dass es ihr aber leid tue und sie die Anzeige zurückziehen wolle“.
Aussage gegen Aussage
Laut Aussage der Frau dagegen war Crespí mit ihr auf eine Party gegangen, und er habe ihr eine Art Droge verabreicht, bis sie halb bewusstlos gewesen sei. Dann habe er die Situation ausgenutzt und sie in einem Auto, das er bei Esporles geparkt hatte, sexuell missbraucht. Auf Anraten seines Anwalts machte Crespí von seinem Recht Gebrauch, nicht vor der Guardia Civil auszusagen.
Crespí, der zwischen 2003 und 2014 Bürgermeister von Deià war, führt die Anzeige gegenüber dem "Diario de Mallorca" darauf zurück, dass es der jungen Frau psychisch nicht gut gehe. "Ich habe versucht, ihr zu helfen, ich habe ihr gesagt, dass sie sich besser benehmen muss, weil sie ein Leben führt, das nicht gut ist“, erklärte Crespí, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Die Frau warf Crespí daraufhin vor, dass er sie als verrückt darstellen wolle, und reagierte mit der Veröffentlichung ihres Whatsapp-Chatverlaufs. Ihr habe nicht gefallen, was er getan habe, während sie geschlafen habe, heißt es darin, er habe gewusst, dass sie schlafe. Das habe er nicht gewusst, so die Antwort in dem Chat. Sie solle sich keine Sorgen machen, es werde nicht wieder vorkommen.
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