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Massenschlägerei in Cala Ratjada – 40 prügelnde Jugendliche und vier völlig überforderte Polizisten

Zum schweren Zwischenfall kam es in der Nacht auf Samstag (5.10.) vor einer Diskothek

Vor dieser Straße kam es zu den Schlägereien.

Vor dieser Straße kam es zu den Schlägereien. / Biel Capó

Die Polizei war heillos überfordert: Mehrere Dutzend Jugendliche haben sich in der Nacht auf Sonntag (6.10.) Schlägereien in Cala Ratjada geliefert. Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, kam es zwischen 5 und 6 Uhr morgens vor der Diskothek "Keops" zu den Vorfällen. Im Club wurde gerade die Saisonabschlussparty gefeiert.

Offenbar kam es in dem Lokal zu verschiedenen Streitereien, die dann später auf der Straße weitergeführt wurden. Bis zu 40 junge Leute sollen beteiligt gewesen sein. Es kamen unter anderem auch Stichwaffen zum Einsatz.

Drei Personen verletzt

Drei Personen wurden bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen verletzt. Ein junger Mann erlitt einen Nasenbeinbruch. Einem anderen wurde ein Glas auf den Kopf geschlagen, wodurch er eine Platzwunde erlitt. Einer jungen Frau wurde der Absatz eines hochhackigen Schuhs ins Auge geschlagen.

Letztere erstattete später Anzeige bei der Guardia Civil. Dort erklärte sie, eine andere Frau habe sie in der Diskothek beleidigt und geohrfeigt. Danach wurde sie aufgefordert rauszugehen. Als sie den Club verließ, kam es zur Attacke. Das verletzte Auge musste im Krankenhaus behandelt werden.

Nur vier Beamte im Einsatz

In jener Nacht waren nur vier Beamte der Ortspolizei im Einsatz. "Wir waren völlig überfordert. Wir konnten nichts tun, um die Menge zu kontrollieren", berichtet ein Beamter. Die Polizei kritisiert, dass die zuständige Gemeinde Capdepera die Anzahl der erlaubten Überstunden gekappt hat. Dadurch sind selbst in Nächten, in denen es zu größeren Menschenansammlungen kommt, nur vier Beamte im Einsatz. Das sei völlig unzureichend, um die Sicherheit aller Beteiligten zu garantieren.

Der Zwischenfall in der Nacht auf Samstag war nicht der einzige in den vergangenen Wochen. Bereits am 27. August kam es in der Gegend zu schweren nächtlichen Auseinandersetzungen.

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