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Leichengestank eines toten Hausbesetzers plagt Anwohner in Costa de la Calma auf Mallorca

Die Bewohner des Carrer de sa Madona mussten tagelang mit einem unerträglichen Geruch leben, der von einem Toten in einem Reihenhaus ausging

Fahrzeuge der Ortspolizei von Calvià, die den Fall schließlich übernahm.

Fahrzeuge der Ortspolizei von Calvià, die den Fall schließlich übernahm. / DM

Costa de la Calma, eine Urbanisation in Santa Ponça im Südwesten von Mallorca, die für ihre Ruhe bekannt ist, hat in den letzten Wochen ihrem Namen keine Ehre gemacht. Die Anwohner im Carrer de sa Madona können ein Lied davon singen. Vor einiger Zeit bemerkten sie einen "merkwürdigen Geruch", der aus dem Haus Nummer 31 in dieser Straße kam, wie ein Anwohner gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet.

"Man konnte die Fenster nicht öffnen"

Der unangenehme Gestank trat Tag für Tag auf und bereitete den Anwohnern Kopfzerbrechen. Schließlich wurde herausgefunden, woher der Geruch kam. Nach Angaben der Nachbarn wohnte ein Hausbesetzerpaar seit etwas mehr als einem Jahr in dem kleinen Reihenhaus. "Sie waren im mittleren Alter, etwa 40 oder 50 Jahre alt. Sie hatten auch zwei Kinder, die von Zeit zu Zeit kamen", sagt ein Anwohner.

Sie hätten diese Bewohner schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen, bis vor ein paar Tagen, als der Geruch unerträglich wurde. "Man konnte die Fenster nicht mehr öffnen", so die Nachbarn. Die Ortspolizei von Calvià griff schließlich ein und fand im Inneren des Hauses die Leiche des Mannes. Laut einigen Anwohnern war er zu diesem Zeitpunkt bereits seit mindestens drei Wochen tot.

"Brutstätte für Krankheiten"

Die Nachbarn mussten daraufhin zunächst weiter unter dem Gestank leiden. Auf einer Nachbarschaftsversammlung forderten mehrere von ihnen das rasche Eingreifen der Gemeindeverwaltung, um zu verhindern, dass das Haus zu einer „Brutstätte für Krankheiten“ wird. Einige waren der Meinung, dass der Ort umgehend desinfiziert werden müsse.

Am Freitagmorgen (11.10.) traf schließlich ein Reinigungsteam vor Ort ein und machte sich an die Desinfektion des Hauses. Die Arbeiter erklärten, dass sie mehrere Stunden lang ein Ozongerät eingesetzt hätten und dass sie zum Abschluss noch einen Kärcher verwendet hätten. /bro

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