Schweizer Urlauberin auf Mallorca vergewaltigt: Täter zu vier Jahren Gefängnis verurteilt
Der Mann gestand die Tat aus dem Juli 2021 vor Gericht

Der Täter vor Gericht. / Marcos Ollés
Das Landgericht in Palma hat am Mittwoch (16.10.) einen 31-Jährigen zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der Mann hatte zuvor gestanden, in der Partyhochburg Magaluf eine Schweizer Urlauberin unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben.
Das war passiert
Das Verbrechen hatte sich am 11. Juli 2021 zugetragen. Eine Gruppe Schweizerinnen feierte in den Lokalen des Küstenortes im Südwesten der Insel. Vor dem Eingang einer Bar lernten die Urlauberinnen drei Männer kennen und unterhielten sich mit ihnen. Einer von ihnen nahm eine der Schweizerinnen am Handgelenk und führte sie von der Gruppe weg. Er bedrängte sie, gemeinsam zum Strand zu gehen. Als sie ablehnte, packte er sie am Hals und nahm sie mit.
Als sie am Strand ankamen, zwang er sie, ein weißes Pulver zu konsumieren, was sie benebelte. Der Mann zog sie daraufhin aus, legte sie auf eine Strandliege und vergewaltigte sie. Aufgrund des Drogeneinflusses konnte sich das Opfer nicht wehren.
Guardia Civil nahm Täter fest
Nach der Tat schaffte es die Frau zurück in ihr Hotel, wo sie einer Freundin von dem Geschehen berichtete. Sie wurde daraufhin ins Landeskrankenhaus Son Espases nach Palma gebracht, wo sie untersucht wurde. Noch in der Nacht erstattete sie Anzeige. Der Guardia Civil gelang es kurz danach, den Täter festzunehmen.
Die Staatsanwaltschaft forderte neun Jahre Haft für den Mann. Der Verteidigung gelang es allerdings, einen Vergleich mit der Anklage zu erreichen, wodurch die Strafe auf vier Jahre reduziert wurde. Zudem muss der Verurteilte das Opfer mit 4.000 Euro entschädigen.
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