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"Konnten kaum atmen": So schildert ein Augenzeuge den Brand im Feuchtgebiet s'Albufera

Das neuerliche Feuer vernichtete am Mittwoch (16.10.) mindestens 109 Hektar Schilf

Feuer auf Mallorca: So wütet der Brand in s'Albufera

Redaktion DM

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Erneut hat es im Feuchtgebiet s'Albufera im Norden Mallorcas gebrannt. Nachdem bereits am 8. Oktober ein Brand rund 62 Hektar Schilf vernichtete, wurde die Feuerwehr am Mittwoch (16.10.) erneut in das Naturschutzgebiet gerufen. Bis zum Abend waren 109 Hektar zerstört worden, der Brand war zu dem Zeitpunkt weiterhin aktiv.

Tomeu Coll war einer der ersten, die den Brand bemerkten. Der Mallorquiner war gegen zehn Uhr mit dem Auto auf dem Weg nach Port d'Alcúdia. "Auf der Landstraße waren wir plötzlich vom Feuer umgeben", berichtet er von den dramatischen Minuten. "Wir mussten ordentlich Gas geben, um nicht im Rauch die Sicht zu verlieren. Wir hatten große Schwierigkeiten zu atmen." Der Augenzeuge berichtet, dass die Asche vom Wind bis nach Pollença und Alcúdia getragen wurde.

Brandstiftung?

Was die Ursache des Feuers angeht, hat Coll einen schweren Verdacht: "Ich bin fest davon überzeugt, dass das Feuer mit Absicht gelegt worden ist. Als wir morgens in den Norden gefahren sind, gab es nur einen Brandherd. Am Nachmittag bei der Rückfahrt waren es schon vier verschiedene."

Vier Brandherde in s'Albufera.

Vier Brandherde in s'Albufera. / Tomeu Coll

Tatsächlich hatten die Einsatzkräfte große Schwierigkeiten, die Flammen zu bekämpfen. Waren am Vormittag zunächst drei Löschflugzeuge im Einsatz, wurde die Anzahl am Nachmittag verdoppelt. Die Arbeiten gestalteten sich so schwierig, dass eigens Flugzeuge vom spanischen Umweltministerium aus Valencia eingefordert wurden.

Die Guardia Civil musste derweil zehn Häuser evakuieren, die sich in der Nähe des Brandes befanden. Insgesamt 15 Personen mussten zwischenzeitlich ihr Heim verlassen. Auch zahlreiche Tiere wurden in Sicherheit gebracht.

Immer wieder Brände

In dem von Trockenheit, Abwässern und auch eindringendem Meerwasser geschundenen Feuchtgebiet kommt es immer wieder zu Bränden, zuletzt unter anderem im Februar und im Mai dieses Jahres. Das Naturschutzgebiet ist dicht mit Schilf bewachsen und grenzt an Felder und Fincas an. Der letzte Großbrand im Feuchtgebiet fand im September 2020 statt. Damals wurden rund 480 Hektar zerstört.

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