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Wunsch nach Wohnung: Studie über Dauercamper in Palma bringt interessante Erkenntnisse

Wer sind die Menschen, die dauerhaft in Wohnmobilen in Palma statt in Wohnungen wohnen? Was sind ihre Beweggründe? Und was ihre Ziele? All das ist nun durch eine Studie der Balearen-Universität erfasst worden

Wohnmobil in Palma - für manche Menschen ist es ein Dauerwohnsitz

Wohnmobil in Palma - für manche Menschen ist es ein Dauerwohnsitz / Ralf Petzold

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Dauerhaft im Wohnmobil auf Mallorca leben statt in einer Wohnung - laut dem Uniprofessor Jesús González könne das keine Lösung für den Wohnraummangel in Palma sein. Der Experte für Stadtentwicklung hat sich in einer Studie mit dem Phänomen der Wohnwagennutzung als festen Wohnsitz auseinandergesetzt - und herausgefunden, welche Menschen es sind, die in den mobilen Unterkünften zu wohnen pflegen.

Konkret wurde die Studie zwischen dem 26. Juni und dem 25. Juli dieses Jahres durchgeführt. Sie zeigt, dass in Palmas Stadtgebiet 150 Wohnwagen stationiert sind, von denen 83 zu Wohnzwecken genutzt werden. Das häufigste Profil der Bewohner ist demnach eine junge, berufstätige Bevölkerung mit einem festen Arbeitsplatz, die es sich dennoch nicht leisten kann, mehr als 200.000 Euro für den Kauf eines Hauses oder eine Miete von mehr als 1.000 Euro pro Monat zu zahlen.

Auch Familien

„Die Gruppe besteht hauptsächlich aus jungen erwachsenen Männern, vor allem aus Ausländern (73 Prozent), von denen viele aus Lateinamerika und insbesondere aus Argentinien stammen“, so der Wissenschaftler. „Mehr als 80 Prozent der Befragten besitzen ein eigenes Fahrzeug, aber 12 Prozent leben in einem Mietwagen“, erklärte er.

Fast die Hälfte der Befragten wohnt seit mehr als fünf Jahren im Wohnwagen und lebt aus beruflichen Gründen in der Stadt, wobei die überwiegende Mehrheit von ihnen im Dienstleistungsgewerbe wie Hotelerie und Gastronomie tätig ist.

„Sie sind nicht arbeitslos, mehr als 70 Prozent der Befragten haben einen festen Arbeitsplatz, und es gibt unter ihnen sogar Familien, in denen sowohl der Vater als auch die Mutter einen festen Arbeitsvertrag haben und es sich dennoch nicht leisten konnten, anderswo als in einem Wohnmobil zu leben“, erklärt González. Dabei sei der Wunsch bei vielen groß, ihre Situation zu verändern. Drei von vier Wohnwagenbewohnern würden laut der Studie ihr mobiles Heim sofort verlassen, wenn sie die Möglichkeit hätten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Allerdings hätten 64 Prozent von ihnen die Suche nach einer Wohnung bereits aufgegeben, "was bedeutet, dass sie in ihrem Wohnmobil bleiben werden“. Professor González ist überzeugt: „Das Phänomen der Wohnmobile in Palma wird sich aufgrund der hohen Wohnungspreise auf der ganzen Insel ausbreiten."

Drohende Geldbußen

Das Thema ist so aktuell wie heikel. Erst im Mai hatten Dutzende Dauercamper in Palmas Zentrum gegen eine geplante Verordnung der Stadtvewaltung protestiert. Diese sieht vor, dass Personen mit Geldbußen von bis zu 1.500 Euro belegt werden können, wenn sie länger als zehn Tage in am Straßenrand geparkten Wohnmobilen leben. Die Teilnehmer kritisierten zudem, dass sie sich nicht im Einwohnermeldeamt des Rathauses anmelden könnten. Sie betonten auch, dass keiner ihnen die Freiheit nehmen dürfe, in ihren Fahrzeugen zu leben.

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