Solidarität mit den Unwetter-Opfern in Valencia: So können Sie auf Mallorca helfen
An zahlreichen Sammelstellen auf der Insel werden aktuell Hilfsgüter entgegengenommen, die dann mit dem Schiff in die Krisenregion auf dem Festland gebracht werden.

Freiwillige Helfer befüllen einen Lastwagen mit Hilfsgütern, der zum Festland aufbrechen soll / Transportes Maraneu
Eine Woche nach der Unwetterkatastrophe auf dem spanischen Festland, die vor allem in der Region Valencia mindestens 217 Todesopfer gefordert hat, haben sich auf Mallorca zahlreiche weitere Sammel- und Spendenaktionen organisiert. An verschiedenen Punkten auf der Insel können Hilfsgüter und Lebensmittel für die Opfer abgegeben werden, die dann zum Festland transportiert werden. Die Sammelstellen werden ständig aktualisiert.
Sammelstellen für Organisationen und Privatleute
Das Logistikunternehmen Transportes Maraneu übernimmt den kostenlosen Transport für alle Organisationen und Einzelpersonen, die Lebensmittel und Materialien gesammelt haben und sie nach Valencia senden müssen. Die Annahmestelle in Palmas Carrer Aranjassa, neben der Plaça Josep Guasp, ist am Dienstag (5.11.) zwischen 9 und 20 Uhr geöffnet. Willkommen ist jegliches Reinigungsmaterial, insbesondere Besen, Schaufeln und Handschuhe, aber auch Decken oder Futter für Hunde und Katzen. Die abgegebenen Artikel sollten in gutem Zustand sein. Falls nötig, werde man einen zweiten Großanhänger bereitstellen, um alle Güter zum Festland zu bringen.
Zusätzlich wird die NGO Mallorca Inca Solidaria am Dienstag mit der Trasmed-Fähre um 11.30 Uhr eine Hilfslieferung mit etwa 20 Transportern und 40 Freiwilligen in Richtung Valencia schicken.
Das Unternehmen Metales Pérez hat eine weitere Sammelstelle im Carrer Gremi Sabaters 62 in Palmas Gewerbegebiet Son Castelló organisiert. Die Abgabe ist für Privatpersonen am Freitag (8.11.) zwischen 8 und 18 Uhr sowie am Samstag zwischen 8 bis 10 Uhr möglich. Die LKWs werden am 9. November um 11 Uhr an Bord der Fähre gehen. Hier freut man sich vor allem über Schaufeln, Kehrbleche, Masken, Walkie-Talkies, tragbare Batterien, Medikamente (Ibuprofen, Paracetamol, Kochsalzlösung, Mittel gegen Harnwegsinfektionen), Handschuhe, Verbandskästen, Eimer, große Müllsäcke, Toilettenpapier, Hygieneprodukte, Werkzeuge, gluten- und laktosefreie Nahrungsmittel, Decken, Schlafsäcke oder Wasserpumpen. Metales Pérez hat zudem darauf hingewiesen, dass auch Artikel für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung benötigt werden, wie geräuschdämpfende Kopfhörer. Ebenfalls vonnöten sind Wasser, Säuglingsnahrung, Malbücher, Buntstifte, Babyflaschen, Schnuller, Beißringe und kleinere Spielzeuge.
Die Pfadfindergruppe Scouts Myotragus hat ebenfalls eine Sammlung von Hilfsgütern (haltbare Lebensmittel und Spezialkost, Wasser und persönliche Hygieneartikel) im Senioren-Club von Arenal (Carrer Terral 61) organisiert. Hier kann das Material am Dienstag (5.11.) von 12 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr sowie am Mittwoch (6.11.) von 12 bis 14 Uhr abgegeben werden.
Benefizkonzert und Spendenaktionen
Am 8. November um 20.15 Uhr werden die Chöre von Mallorcaaußerdem ein Benefizkonzert zugunsten der Tafel in der Basilika Sant Francesc (Plaça de Sant Francesc 7 in Palma) veranstalten. Der Mindestspendenbetrag für den Eintritt beträgt zehn Euro.
Das Unternehmen Verdmarí hat ebenfalls eine Initiative ins Leben gerufen, bei der 20 Euro pro Person über eine Bizum-Überweisung an die Nummer 610 267 773 gespendet werden können. Im Verwendungszweck muss das Wort „Corazón“ zusammen mit dem Vor- und Nachnamen angegeben werden. 100 Prozent der Einnahmen werden den vom Unwetter Betroffenen in Valencia zugutekommen. Im Gegenzug erhält der Spender einen herzförmigen Anhänger. Die Übergabe erfolgt nach Kontaktaufnahme über WhatsApp an die angegebene Telefonnummer ab dem 8. November.
Außerdem hat der balearische Gemeindeverbund FELIB eine Spendenaktion mit der Kontonummer ES90 2100 8634 2402 0004 6651 ins Leben gerufen, um den Betroffenen zu helfen. In einer Mitteilung erklärten die Verantwortlichen, dass sie mit dem equivalenten Verband in der Region Valencia (FVMP) in Kontakt stehen. Diese habe empfohlen, aufgrund von Logistik- und Lagerproblemen die Hilfe in Form von Geldspenden an Organisationen zu senden, die in den betroffenen Gebieten arbeiten.
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