Die vor Mallorca gesichteten russischen Kriegsschiffe sind auf der Flucht vor den Rebellen in Syrien
Die russische Marine hatte Anfang Dezember alle Schiffe aus dem syrischen Hafen Tartús abgezogen

Der russische Öltanker "Yelnya" auf einem Bild von 2018. / Wikipedia
Die beiden russischen Kriegsschiffe, die am Sonntag (15.12.) südlich der Balearen gesichtet und von der spanischen Fregatte Navarra abgefangen worden waren, sind von Syrien aus auf dem Weg in Richtung Atlantik. Wie mehrere Medien, unter anderem das Portal "Naval News", berichten, hatte Russland noch vor dem Sturz des Assad-Regimes (am 8. Dezember) die fünf am Hafen von Tartús stationierten Schiffe Anfang Dezember abgezogen. Dazu gehörten drei Fregatten, ein U-Boot und ein Öltanker.
Bei letzterem handelt es sich um die "Yelnya", eines der beiden Schiffe, das vor den Balearen gesichtet worden war. Dieses verließ bereits am 2. Dezember den syrischen Hafen, die anderen Schiffe einen Tag später. Beobachter werteten es damals als Zeichen dafür, dass die russische Führung den Kampf der syrischen Armee gegen die schnell vorrückenden Rebellen als aussichtslos erachtete.
Rückschlag für Russland
Die Aufgabe des Hafens ist ein schwerer Rückschlag für Russland. Wie "Naval News" berichtet, hatte die Sowjetunion im Hafen im Jahr 1971 einen Marinestützpunkt errichtet. Mit dem Fall des Kommunismus wurde dieser aufgegeben. Zu Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2012 verstärkte Russland seine Präsenz in dem Hafen norswestlich von Damaskus wieder.Im Laufe der vergangenen Jahre wurde es zum größten Marinestützpunkt Russlands im Ausland. Mit dem Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 stieg die Bedeutung des Stützpunkts weiter, da die russischen Schiffe dazu dienen sollten, Nato-Schiffe, insbesondere Flugzeugträger, im östlichen Mittelmeer abzuschrecken.
Spionageschiff im Mittelmeer
Unklar ist derweil, wie es mit der russischen Präzenz im Mittelmeer weitergeht. Möglicherweise könnten die fünf Schiffe zunächst in die Ostsee beordert werden. Seit Ende November soll sich aber auch das russische Spionageschiff "Yantar", mit dem unter anderem Sabotageakte an Unterwasserkabeln durchgeführt werden, im Mittelmeer aufhalten.
Abonnieren, um zu lesen
- Sturmtief 'Regina' im Anflug: Wetterdienst gibt Warnstufe Gelb für Mallorca aus
- So kann es nicht weitergehen': Wo Mallorca bereits Anfang März aus allen Nähten platzt
- Rekord eingestellt: Nächstes Sturmtief zieht nach Mallorca und vertreibt Frühlingswetter
- Alles nur Show': Mallorca-Auswanderer Herbert Hauer rechnet mit Reality-TV ab
- Frau auf Superyacht eines Deutschen auf Mallorca tot aufgefunden - Polizei ermittelt
- Nach erstem Geschäft an der Playa de Palma: Hier eröffnet auf Mallorca bald ein weiterer Aldi
- Konflikt in Nahost lässt Preise steigen: So teuer ist Benzin und Diesel momentan auf Mallorca
- Auswandern nach Mallorca – und dann allein: Der stille Alltag eines Deutschen Mitte 80

