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Was sind das für russische Kriegsschiffe, die an Mallorca vorbeigeschippert sind?

Die "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov" ist der ganze Stolz der russischen Marine

Die "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov".

Die "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov". / Wikimedia

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Es klingt erstmal ziemlich beunruhigend: Russische Kriegsschiffe tauchen plötzlich vor Mallorca auf. Die spanische Marine eskortierte die beiden Boote am Sonntag (15.12.), ehe das potenzielle Problem an der Grenze zu portugiesischen Gewässern an die Portugiesen sozusagen abgegeben wurde. Doch was sind das überhaupt für Schiffe?

Bei der "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov" handelt es sich um ein Kriegsschiff aus dem sogenannten "Projekt 22350", auch als Admiral-Gorschkow-Klasse bekannt. Die 2006 gebaute "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov" ist das Flaggschiff. Insgesamt ist die Klasse die größte Seemacht, die Russland derzeit zu bieten hat. 2010 stach das Schiff erstmals in See, trat allerdings erst 2018 seinen Dienst für die russische Marine an. Das lag an Lieferproblemen bei der Bewaffnung des Bootes.

Welche Waffen das Kriegsschiff an Deck hat

Auf dem Vorschiff befinden sich zwei UKSK-Senkrechtstartanlagen, von denen verschiedene Lenkraketen abgefeuert werden können. Zudem gibt es eine weitere Abschussvorrichtung, um Ziele in der Luft anzuvisieren sowie eine Abschussvorrichtung für Torpedos. Die Hauptkanone ist ein 130-mm-Geschütz A-192M, das eine Reichweite von 23 Kilometern hat. Auf dem Kriegsschiff ist ein Hubschrauber untergebracht. Insgesamt ist die "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov" 135 Meter lang und erreicht eine Geschwindigkeit von knapp 30 Knoten, was etwa 55 km/h entspricht. Benannt ist das Kriegsschiff nach dem 1988 verstorbenen Admiral, der als "Vater der sowjetischen Atom-U-Boote" angesehen wird.

Die "Yelnya" hingegen ist ein 106 Meter langer Öltanker, der für gewöhnlich die Schiffe der Admiral-Gorschkow-Klasse auf ihren Missionen begleitet. Beide Boote brachen vor zwei Wochen vom Hafen Tartus, der im Nordwesten der syrischen Hauptstadt Damaskus liegt, auf.

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