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Deutscher NATO-Admiral über russische Kriegsschiffe vor Mallorca: "Haben wir im Griff"

Die spanische "Fragata Navarra" eskortierte die zwei Boote aus spanischen Gewässern hinaus

Die "Fragata Navarra" begleitete die russischen Schiffe bis sie spanische Gewässer verlassen hatten.

Die "Fragata Navarra" begleitete die russischen Schiffe bis sie spanische Gewässer verlassen hatten. / Wikimedia

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Stefan D. Pauly, Kommandeur der NATO-Überwasserstreitkräfte mit Zweitwohnsitz auf Mallorca, beruhigt Urlauber wie Residenten was die Sichtung russischer Kriegsschiffe vor der Insel anbelangt. Es gebe "überhaupt keinen Grund in Alarmismus zu verfallen", sagt er der MZ. "Haben wir im Griff."

"Die Bewegungen der russischen Schiffe war uns - der NATO und den Marinen der Mittelmeeranrainern - lange bekannt. Also alles 'Routine'", sagt Pauly. Die spanische "Fragata Navarra" eskortierte die zwei russischen Boote aus den spanischen Gewässern hinaus. Bei der "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov" handelt es sich um das Flaggschiff der russischen Marine. Das Kriegsschiff wurde vom Öltanker "Yelnya" begleitet.

Stefan D. Pauly ist Admiral der Bundeswehr und Befehlshaber der NATO-Kriegsschiffe

Stefan D. Pauly ist Admiral der Bundeswehr und Befehlshaber der NATO-Kriegsschiffe / Nele Bendgens

"Bekannter Plan"

"Sowohl Gorshkov als auch Yelnya verlegen zurück in ihren Heimathafen zu der russischen Nordflotte. Sie waren jetzt lange im Mittelmeer eingesetzt und werden durch Einheiten, die aktuell im Atlantik und in der Biskaya unterwegs sind ersetzt. Alles nach bekanntem Plan und von uns sehr wohl überwachte Schiffsbewegungen", sagt Pauly. Beide Schiffe brachen vor zwei Wochen vom Hafen Tartús im Nordwesten der syrischen Hauptstadt Damaskus auf. Es ist eine Flucht vor den syrischen Rebellen.

Die "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov".

Die "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov". / Wikimedia

Durch U-Boote und Seefernaufklärer überwacht

Die NATO-Kommandozentrale "Allied Maritime Command Northwood" habe die Verbündeten über die Reise der russischen Schiffe informiert und "daraufhin die durchgehende Begleitung durch NATO-Schiffe sichergestellt", so Pauly. "Beteiligt an der Überwachung waren - entlang des Wegs, den die Russen nahmen - Schiffe aus Türkei, Griechenland, Italien und Frankreich. Aktuell sind sie an die spanische Marine "übergeben" und werden nach Passieren Gibraltars schon von der portuguesischen Marine erwartet. Das geht dann so weiter bis sie in Murmansk oder St. Petersburg eingelaufen sind." Zusätzlich würden die Kriegsschiffe durch NATO-U-Boote und Seefernaufklärer überwacht.

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