Stickige Kellerräume und Wohnwagen-Leben ohne Privatsphäre: Arte zeigt Sendung über die Wohnungskrise auf Mallorca
Eine halbstündige Sendung, die am Donnerstagmittag (19.12.) im Fernsehen zu sehen ist, thematisiert, wie immer mehr Einheimische durch die Vermietung von Ferienwohnungen und steigende Immobilienpreise aus ihren Vierteln verdrängt werden

Die beiden Bewohner wohnen in Kellerräumen. / Arte
Über Mallorcas Wohnraum-Problemberichtet am Donnerstag (19.12.) um 12.10 Uhr der Sender Arte. "Re: Wohnungskrise auf Mallorca", heißt die gut halbstündige Sendung, die einerseits im Free-TV zu sehen ist, andererseits noch bis zum 17. Dezember in der Arte-Mediathek verfügbar sein wird. Wer sie sich dort direkt anschauen will, klickt hier.
In der Programmbeschreibung zu dem Format liest man: "Mallorca ist ein Traumziel für Millionen von Touristen. Doch viele Mallorquiner können sich die Mieten hier nicht mehr leisten."
In der Sendung sehe man etwa die 60-jährige Begona, eine Parkplatzkontrolleurin. Sie lebt zusammen mit ihrem Sohn Hector, der als Kellner arbeitet, in einem Wohnwagen in der Balearen-Hauptstadt. Trotz ihrer Jobs reiche ihr gemeinsames Einkommen von 2.500 Euro nicht, um eine Wohnung zu finden.

Viele Menschen leben auf Mallorca aufgrund der Wohnungsnot in Wohnwagen. / Arte
Hector würde gerne eine Familie gründen. Doch in dem Wohnmobil hat er nicht einmal Privatsphäre, um eine Freundin dort mit hinzubringen. Er überlegt, die Insel zu verlassen, auch weil er hier beruflich keine Zukunft sieht.
Und dann ist da auch Christofer, ein 22-jähriger Medizinstudent. Er wiederum wohnt in einem stickigen Kellerraum in Palma und zahlt dafür ganze 600 Euro im Monat. "Die Bedingungen sind katastrophal: defekte Abwasserpumpen verursachen Gestank, regelmäßig fällt der Strom aus. Ihre Situationen sind nur zwei von vielen Beispielen für die Wohnungsnot auf Mallorca", heißt es weiter.

Die Kellerräume. / Arte
Probleme auch in den Dörfern
Auch in der Inselmitte, etwa in Sencelles, gibt es Wohnraum-Probleme, wie man in dem Format sieht. Eine Journalistin einer spanischen Tageszeitung trifft die Bewohner dort und hört sich ihre Sorgen an. Im Sommer 2024 waren sie auch bei der Demonstration gegen den Tourismus in Palma dabei. Man sieht Videoaufnahmen davon. Zudem werden andere Protagonisten interviewt, die in der Not aufs spanische Festland ziehen, bewusst in Gegenden ohne Touristen.
"Was macht das mit einer Gesellschaft, wenn sich niemand mehr das Wohnen leisten kann, wenn die Heimat zu teuer wird, um zu bleiben?", fragt die Stimme aus dem Off.
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