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Tiere auf Horror-Finca gehalten: Ermittlungen gegen aggressiven Tierquäler in Llubí

Eine Anwohnerin der Gemeinde stieß per Zufall auf die Tiere, die sich in einem erbärmlichen Zustand befanden

Die Hunde wurden in Metallkäfigen gehalten.

Die Hunde wurden in Metallkäfigen gehalten. / DM

J.F. Mestre

J.F. Mestre

Die Guardia Civil ermittelt auf Mallorca gegen den Eigentümer einer Finca in Llubí, der im Verdacht steht, mehrere Dutzend Tiere ohne Wasser und Futter sich selbst überlassen zu haben. Unter den Tieren sind Hunde, Katzen, Schafe, Hühner und verschiedene exotische Vögel. Das berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca".

Die Anzeige hatte eine Anwohnerin der Gemeinde erstattet, die einer Nachbarin dabei half, ihren entlaufenen Hund zu suchen. Bei der Suche fiel ihr ein völlig vermülltes Grundstück auf. In Sorge, dass der Hund sich möglicherweise dort befinden könnte, ging sie hinein. Ihr bot sich ein schrecklicher Anblick.

Die Tiere auf dem Grundstück hatten weder Futter noch Wasser, waren abgemagert. Der Boden war voller Exkremente. Viele Hunde waren in Metallkäfige eingesperrt und zusätzlich an eine sehr kurze Leine gebunden. Die Frau ging sofort zur Ortspolizei, später zur Guardia Civil, um Anzeige zu erstatten.

Das vermüllte Anwesen in Llubí.

Das vermüllte Anwesen in Llubí. / J.F.M.

Besitzer bedrohte die Frau

Als der Besitzer der Finca von der Anzeige erfuhr, ging er gemeinsam mit einer anderen Person zu der Frau nach Hause. Er beschimpfte und bedrohte die Frau. Die Aufnahmen der Sicherheitskamera des Hauses zeigen, dass der Mann sehr aggressiv war. Die Frau bekam es so sehr mit der Angst zu tun, dass sie nicht mehr im Haus leben wollte, aus Angst, dass der Mann ihr etwas antun könnte.

Als die Beamten der Naturschutzeinheit Seprona von der Guardia Civil zur Finca fuhren, um der Anzeige der Frau nachzugehen, stellten sie fest, dass sich keine Tiere mehr dort befanden. Derzeit wird ermittelt, wo der Besitzer des Grundstücks sie hingebracht haben könnte.

Kritik von Tierschützern

Die Tierschutzpartei Progreso en Verde kritisierte die ihrer Meinung nach allgegenwärtige Gleichgültigkeit der Behörden bei Fällen von Tierquälerei. Sowohl das Rathaus als auch die Ortspolizei hätten zu keinem Zeitpunkt Kontrollen durchgeführt. Die Situation der Tiere in Llubí sei kein Einzelfall. /pss

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