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Endlich Einigung nach 15 Jahren: Stadt Palma kauft Gesa-Gebäude für 25 Millionen Euro

Seit 2008 steht das bekannte Gebäude an Palmas Uferpromenade leer. Und genau so lange ist es Zankapfel politischer und gerichtlicher Auseinandersetzungen. Jetzt ist damit Schluss

Das Gesa-Gebäude ist ein Hingucker im Osten von Palma

Das Gesa-Gebäude ist ein Hingucker im Osten von Palma / Redaktion DM

Neues Kapitel in der Geschichte des Gesa-Gebäudes: 15 Jahre lang stand das auffällige Gebäude an Palmas östlicher Uferpromenade leer. Jetzt hat die Stadtverwaltung von Palma endlich eine Vereinbarung zum Kauf des Gebäudes mit dem bisherigen Eigentümer - dem Energieversorger Endesa - abgeschlossen. Der Kaufpreis: 25,35 Millionen Euro.

Jahrelang der Zankapfel

Die Nachricht war Bürgermeister Jaime Martínez am Montagmorgen (30.12.) eine Pressekonferenz wert. Kein Wunder: Mit der nun getroffenen Einigung verzichtet Endesa auf ein laufendes Gerichtsverfahren, bei dem es um fast 60 Millionen Euro ging. Bereits seit seiner Schließung 2008 ist das denkmalgeschützte Gebäude Zankapfel und Objekt gerichtlicher Auseinandersetzungen, politischer Richtungswechsel und Konflikte. Es umfasst fast 16.000 Quadratmeter, verteilt auf ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss und zehn Stockwerke.

Von den insgesamt 25,35 Millionen Euro, die für die Übernahme vorgesehen sind, entfallen 17,9 Millionen auf Entschädigungen und die Streichung ausstehender städtebaulicher Verpflichtungen von Endesa, die von der Stadtverwaltung erlassen werden. Möglich wird der Kauf auch durch zehn Millionen Euro, die die Stadtverwaltung aus dem EU-Next-Generation-Fonds bekommt.

Auch zwei Nachbargrundstücke erworben

Neben dem Kauf des Gebäudes wurde nun auch die Übernahme von zwei angrenzenden Grundstücken mit jeweils über 1.600 Quadratmetern genehmigt, die ebenfalls Endesa gehörten. Für ihren Kauf wird Palmas Stadtverwaltung 5,2 Millionen Euro auf den Tisch legen.

Eines der Grundstücke soll laut Bebauungsplan als Parkplatz genutzt werden. Auf dem anderen können bis zu 4.150 Quadratmeter (plus Untergeschoss) bebaut werden. Was genau dort entstehen wird, soll in einem Ideenwettbewerb zusammengetragen werden. Den will das Rathaus ausschreiben, nachdem das Abkommen im Januar ratifiziert wird, kündigte Martínez an. Dann werde auch die offizielle Übernahme erfolgen und erste Sanierungsarbeiten könnten beginnen.

Ambitionierte Pläne

Die Ambitionen, mit denen die Verwantwortlichen das Projekt angehen, sind groß. „Dieses Gebäude und die angrenzenden Grundstücke werden ein wichtiger Bestandteil des zukünftigen Innovationsbezirks sein“, versprach Martínez nun auf der Pressekonferenz. Der Gesa-Bau werde der Kern des neuen Innovationsviertels Nou Llevant werden. Geplant sind eine Bibliothek, eine Mediathek, Archive, Ausstellungs- und Mehrzweckräume sowie Auditorien. Außerdem soll das Gebäude Sitz des städtischen Kunstinstituts werden.

Die Einigung zum Kauf hatte sich in den vergangenen Monaten bereits abgezeichnet. Bereits im April hatte die Stadtverwaltung in einem Pilotprojekt testweise Solarpaneele an der Spiegelfassade des Hochhauses anbringen lassen, das Architekt Josep Ferragut in den 1960er Jahren errichtet hatte. Geplant ist, dass sich das Gebäude künftig selbst mit Strom versorgt. Schon im Frühjahr hatte Bürgermeister Martínez zudem angekündigt, es zu einem der Eckpfeiler für die Bewerbung der Stadt Palma um den Titel als europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2032 zu machen.

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