Hubschrauber-Einsatz im "Höllenloch": Schwer verletzter Abenteuersportler in der Tramuntana gerettet
Der 51-Jährige war im Clot de l'Infern - dem "Höllenloch" - beim Schluchtenwandern ("Canyoning") mehrere Meter in die Tiefe gestürzt

Ein Hubschrauber der Guardia Civil musste den Mann aus der Schlucht retten / Bombers de Mallorca
Mit Hilfe eines Hubschraubers haben Einsatzkräfte der Feuerwehr von Mallorca und der Guardia Civil am Sonntagvormittag (5.1.) einen 51-jährigen Mann aus einer schwer zugänglichen Gegend im Tramuntana-Gebirge gerettet. Der Mann hatte sich bei dem Abenteuersport Canyoning schwere Verletzungen zugezogen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Probleme beim Abseilen
Wie die Rettungskräfte berichten, ereignete sich der Unfall gegen 11.30 Uhr in dem zerklüfteten Gebiet Clot de l'Infern (Höllenloch) im Gemeindegebiet Escorca. Der Mann war mit einer Gruppe von insgesamt 16 Personen auf einer Canyoning-Tour unterwegs, als er beim ersten Abseilen mehrere Meter in die Tiefe stürzte. Der Mann erlitt schwere Verletzungen, darunter zahlreiche Knochenbrüche. Seine Begleiter alarmierten sofort die Rettungsdienste.
Unverzüglich eilten Einsatzkräfte der Feuerwehr von Mallorca sowie Beamte der Bergrettungseinheit (GREIM) der Guardia Civil zum Unfallort. Die Spezialisten stabilisierten das Opfer und trugen es an einen Ort, von dem aus ein Hubschrauber der Guardia Civil den Verletzten aufnehmen und ins Landeskrankenhaus Son Espases bringen konnte.
Beliebter Abenteuersport
Canonying wird auf Spanisch "barranquismo" genannt. Ziel ist es, eine Schlucht hinabzuwandern, in der Regel von oben nach unten. Teilweise müssen die Abenteuersportler dabei sehr steile Abschnitte passieren und Sturzbäche durchqueren. Das Schluchtenwandern ist seit Jahren auf Mallorca populär, allerdings nicht ungefährlich. Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen die Rettungskräfte eingreifen müssen.
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