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Vergangenheit als Drogenschmuggler auf Mallorca: Skipper-Verbandschef sieht sich zu Rücktritt gezwungen

Der 68-Jährige saß seine Strafe bereits im Gefängnis ab

Bartolomé Albons.

Bartolomé Albons. / Verband

Der balearische Verband der Freizeitskipper ADN Mediterráneo hat am Sonntagabend (12.1.) das Rücktrittsgesuch seines Präsidenten Bartolomé Albons Monserrat akzeptiert. Der 68-Jährige sah sich dazu gezwungen, nachdem seine kriminelle Vergangenheit als verurteilter Drogenschmuggler auf Mallorca publik wurde.

40 Jahre lang soll Albons Monserrat Drogen über den Seeweg auf die Insel gebracht haben. Zuletzt verurteilte ihn ein Gericht im März 2010 zu einer vierjährigen Haftstrafe, als er mit drei Komplizen auf einem Motorboot erwischt wurde, auf dem zehn Kilogramm Heroin geladen waren. Der Plan sah vor, die Rauschmittel von Tarragona nach Mallorca zu transportieren.

Der Verband stellt sich hinter seinen Präsidenten und verurteilt die Presse

Als die mallorquinischen Medien vor wenigen Tagen darüber berichteten, war der Aufschrei entsprechend groß. Der Skipperverband stellte sich hinter seinen Präsidenten und kritisierte die Presse, die eine alte Geschichte herausgekramt habe, um eine Person an den Pranger zu stellen, die für seine Fehltritte schon bezahlt habe.

Der 68-Jährige sei "ein freier Mensch, der wie jeder andere auch alle Möglichkeiten haben sollte", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Medienberichte würden nun die Wiedereingliederung eines "tollen Menschen und exzellenten Seefahrers" verhindern.

Wobei der Verband auch einräumt, dass die Vergangenheit des Präsidenten ein schlechtes Licht auf ADN Mediterráneo werfe. Die restlichen Verbandsmitglieder hätten von den Verurteilungen nichts gewusst.

Bartolomé Albons Monserrat arbeitete zuletzt mit der Guardia Civil zusammen und fungierte als Informant. Dadurch konnten weitere große Drogenlieferungen nach Mallorca konfisziert werden.

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