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Zwei Mallorca-Urlauber stehen vor Gericht, die eine 18-Jährige vergewaltigt haben sollen

Die Angeklagten behaupten, es wäre nur zu einvernehmlichen Küssen und Berührungen gekommen

Die zwei Angeklagten vor Gericht am Dienstag.

Die zwei Angeklagten vor Gericht am Dienstag. / MOI

Marcos Ollés

Marcos Ollés

Zwei italienische Mallorca-Urlauber stehen seit Dienstag (21.1.) vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, im September 2021 eine damals 18-jährige Frau im Hotel vergewaltigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert je sechs Jahre Haft für die beiden Angeklagten. Die Urlauber plädieren auf unschuldig, jegliche sexuelle Handlung sei einvernehmlich gewesen.

Die beiden Männer lernten die Frau, eine Spanierin, die ebenfalls Urlaub auf der Insel machte, im Hotel in Palmanova kennen. Die 18-Jährige war mit einer Freundin unterwegs. "Wir kamen gerade von der Party zurück, als ich sah, dass ich eine Nachricht von ihnen bekommen habe. Die Männer fragten, ob wir beide nicht in ihr Zimmer kommen wollen. Meine Freundin war müde. Ich ging alleine, da ich nicht unhöflich erscheinen wollte", sagte die junge Frau vor Gericht aus.

Zu dritt unterhielt man sich auf dem Hotelbalkon. Die junge Frau war angetrunken, sah sich selbst aber nicht als betrunken. Sie küsste sich einvernehmlich mit einem der Männer, der andere habe daneben gestanden und zuschaut. "Auf einmal änderte sich alles und es wurde zu viel. Ich fühlte mich bedrängt", sagte die Frau aus. Einer der Männer habe sie in eine Ecke gedrängt und unsittlich berührt. "Ich wusste nicht, was ich tun soll. Sie nahmen mich an der Hand und brachten mich ins Schlafzimmer. Dort zogen sie mir den Rock und die Unterwäsche aus." Mehrfach habe sie die Männer aufgefordert, aufzuhören. "Sie taten mir fürchterlich weh."

Angeklagte behaupten, es wäre alles einvernehmlich gewesen

Trotz ihres Widerstands habe sie einer der Urlauber dann im Bett vergewaltigt. "Ich schaute zur Seite und sah plötzlich, wie der andere Mann neben mir stand und masturbierte. Er ejakulierte mir ins Gesicht." Sie habe es geschafft, sich loszureißen und zu fliehen. "Es waren unerklärliche Schmerzen. Mit der Erinnerung werde ich mein restliches Leben klarkommen müssen." Die Guardia Civil nahm die Urlauber damals fest. Ein Untersuchungsrichter ordnete Untersuchungshaft an, jedoch mit der Möglichkeit, gegen 3.000 Euro auf Kaution freizukommen.

Die zwei Angeklagten antworteten nur auf Fragen ihrer Anwälte. Sie meinten, es habe nie eine Penetration gegeben. Einer von beiden habe die junge Frau geküsst. Sie habe die Küsse wie auch die Berührungen im Anschluss erwidert.

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