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Schrotkugeln in Kopf und Rippen: Mann soll Nachbars-Hunde angeschossen haben

Ein 71-Jähriger muss sich auf Mallorca derzeit vor Gericht verantworten. Ihm wird schwere Tieresmisshandlung vorgeworfen. Im Vorfeld hatte es Streit mit der Hundehalterin gegeben

Röntgenaufnahme des angeschossenen Hundes. Im Kopf und in den Rippen wurden Schrotkugeln entdeckt

Röntgenaufnahme des angeschossenen Hundes. Im Kopf und in den Rippen wurden Schrotkugeln entdeckt / Redaktion DM

Marcos Ollés

Marcos Ollés

Ein 71-jähriger Mann auf Mallorca muss sich wegen mutmaßlicher Tiermisshandlung vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, zwei Hunde einer Nachbarin angeschossen zu haben.

Streit im Vorfeld

Der Vorfall ereignete sich Mitte Juli vergangenen Jahres im Inseldorf Consell. Dort fand die Halterin einen ihrer Hunde verletzt am Borden. Wie tierärztliche Untersuchungen ergaben, hatte er zwei Schrotkugeln im Kopf und in den Rippen. Ihr andere Hund blieb seitdem spurlos verschwunden. Die Frau vermutet, dass ihr Nachbar das Tier getötet und die Leiche versteckt habe. Unmittelbar zuvor hatte es wohl Streit zwischen der Hundehalterin und dem mutmaßlichen Schützen gegeben. Dieser hatte sich beschwert, weil die Hunde auf sein Grundstück gelaufen und seine Hühner gejagt hatten. Dabei soll er gedroht haben, die Tiere zu töten, falls sie erneut sein Grundstück betreten würden.

Als die Frau ihren verletzten Hund vorfand, erstattete sie umgehend Anzeige. Im Gespräch mit den ermittelnden Beamten gab sie auch an, dass ihr Nachbar Fallen neben dem Zaun aufgestellt habe, der ihrer beider Grundstücke voneinander trennt.

"Nie ein Tier getötet"

Vor dem zuständigen Gericht in Inca bestritt der Mann nun jegliche Tat. Nach seiner Darstellung habe er nie Waffen besessen und könne nicht schießen. „Ich habe nie ein Tier getötet. Als ich Hühner hatte, habe ich sie verschenkt, um sie nicht schlachten zu müssen“, sagte er während der Anhörung. /somo

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