89-Jähriger rammt deutsche Radfahrergruppe – sechs Verletzte
Der Unfall ereignete sich am Montagvormittag (27.1.) in der Nähe des Flughafens

B. Ramon
Folgenschwerer Unfall auf Mallorca: Ein 89-jähriger Autofahrer hat am Montagmorgen (27.1.) auf Mallorca eine Gruppe Radfahrer gerammt. Einen entsprechenden Bericht der Online-Zeitung "Crónica Balear", die als erstes darüber berichtete, bestätigte eine Sprecherin der Guardia Civil gegenüber der MZ.
Das ist passiert
Demnach ereignete sich der Unfall gegen 10.20 Uhr auf dem Camí de Can Capó, der am Gewerbegebiet Son Oms vorbei parallel zum Flughafen in Richtung der Schnellstraße nach Manacor verläuft. Das Auto fuhr ebenso wie die Radfahrer in Richtung Norden.
Offenbar hielt der Senior den Sicherheitsabstand nicht ein und erfasste die aus sieben Personen bestehende Gruppe von hinten. Sechs Radsportler wurden dabei verletzt, zwei von ihnen schwer. Sie wurden in verschiedene Krankenhäuser in Palma gebracht.
Opfer sollen Deutsche sein
Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" und "Crónica Balear" übereinstimmend berichten, handelt es sich bei den Opfern allesamt um Deutsche. Diesen Aspekt konnte die Sprecherin zunächst nicht bestätigen. Medienberichten zufolge soll es sich um Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren handeln.
Eine Alkoholprobe beim Unfallfahrer brachte ein negatives Ergebnis. Er wurde nicht festgenommen. Die Fahrräder wurden beim Zusammenprall komplett zerstört. Die Guardia Civil untersucht nun den genauen Unfallhergang.
Erinnerung an Unfall im April 2018
Der Unfall weckt Erinnerungen an ein Unglück, dass sich am 5. April 2018 im Nordosten der Insel zutrug. Damals raste eine junge Frau am Steuer eines Porsche Cayenne ungebremst in eine Gruppe deutscher Radfahrer. Neun von ihnen wurden von dem Fahrzeug erfasst. Ein 47-jähriger Vater zweier Kinder aus Mönchengladbach kam damals ums Leben. Zwei weitere Radfahrer wurden schwer verletzt. Im Juli 2024 wurde die mittlerweile 34-jährige Fahrerin zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Zudem musste sie die Familie des Todesopfers mit über einer Million Euro entschädigen. Zudem musste sie insgesamt 213.000 Euro an die verletzten Radfahrer überweisen.
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