Nach Hammerattacke auf Mallorca: Bruder verstirbt im Krankenhaus
Der Vorfall hatte sich am Sonntag (9.2.) in Sa Pobla ereignet. Der Täter zeigt sich geständig - und erklärte nun die Hintergründe der Tat

Der geständige Angreifer am Dienstag (11.2.) bei der Anhörung der Haftrichterin / Ana B. Muñoz
Der 54-Jährige, der am Sonntag von seinem Bruder auf Mallorca mit einem Hammer attackiert wurde, ist am Mittwochmorgen (12.2.) an den Folgen der Verletzungen im Krankenhaus verstorben. Das berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca." Wie der Angeklagte am Montag vor der Untersuchungsrichterin in Inca aussagte, habe er "einen Wutanfall" erlitten, ausgelöst durch die ständigen familiären Probleme, die das Opfer verursacht habe.
Konfliktbehaftete Beziehung
Offenbar lebte das Opfer, ein 54-jähriger Mann, mit der Mutter der beiden zusammen in einer Wohnung in Sa Pobla. Schon in der Vergangenheit habe es immer wieder Probleme gegeben, weil der ältere Bruder unter Alkohol- und Drogenproblemen leide und bereits mit Drogendelikten straffällig geworden sei, erklärte der 43-Jährige bei der Anhörung. Die Mutter der beiden Brüder habe darunter sehr gelitten. An jenem Sonntag habe er zudem herausgefunden, dass sein älterer Bruder der Mutter Geld für den Einkauf weggenommen hatte, das dieser ihr zuvor gegeben hatte, damit sie zum Markt gehen könne. Zudem erfuhr er, dass sein Bruder gegen den Willen der Mutter eine drogenabhängige Frau im Haus aufgenommen habe. Dies sei „der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“, argumentierte der Angeklagte vor Gericht.
Die Gemüter erhitzten sich, es kam zu einem heftigen Streit in der Küche. Zunächst soll der ältere Bruder den Jüngeren mit dem Deckel eines Schnellkochtopfs beworfen haben. Dieser wich aus, griff zu einem Hammer, den die Mutter in einer Küchenschublade aufbewahrte, und schlug mehrfach auf seinen Bruder ein, bis dieser leblos zu Boden fiel. Anschließend alarmierte der Angreifer selbst den Notruf. Die eintreffenden Sanitäter kümmerten sich um den Verletzten, Beamte der Guardia Civil nahmen den Angreifer am Tatort wegen Verdachts auf versuchten Totschlag fest. Die Anklage lautet nach dem Versterben nun Totschlag.
Opfer in kritischem Zustand
Vor Gericht gab sich der Angreifer geständig, betonte aber immer wieder, dass er zuvor nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und auch nie in Gewalttätigkeiten verwickelt gewesen sei. Seine Tat sei ausschließlich auf die anhaltende Konfliktbelastung mit seinem Bruder zurückzuführen. Die Richterin veranlasste eine Unterbringung in der Untersuchungshaft.
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