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Stadt Palma übernimmt Gesa-Gebäude nach 20 Jahren Rechtsstreit

Das markante Hochhaus an der Stadteinfahrt soll nun kulturelle Einrichtungen und ein Gründerzentrum beherbergen

Nach der Vertragsunterzeichnung: Die Stadt Palma übernimmt vom Energieversorger Endesa das Gesa-Gebäude.

Nach der Vertragsunterzeichnung: Die Stadt Palma übernimmt vom Energieversorger Endesa das Gesa-Gebäude. / B. Ramon

Nach zwei Jahrzehnten juristischer Auseinandersetzungen und gescheiterter Pläne ist das ehemalige Gesa-Gebäude in Palma nun im Besitz der Stadt. Bürgermeister Jaime Martínez (Volkspartei, PP) unterzeichnete am Montag gemeinsam mit Vertretern des bisherigen Eigentümers Endesa den notariellen Kaufvertrag über das denkmalgeschützte Gebäude sowie zwei angrenzende Grundstücke. Die Übernahme erfolgte für insgesamt 30,5 Millionen Euro.

Rundgang durch das am Montag (24.2.) von der Stadt Palma übernommene Gesa-Gebäude.

B. Ramon

Damit sei nun "die gesamte Meeresfront zwischen der Llotja und dem Kongresszentrum im Besitz der Bürger", so Martínez, der von einem "historischen Tag" sprach. Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung im Rathaus ging es mit Vertretern des Stadtrates, Endesas und der Presse zu einem Rundgang durch das seit 2008 geschlossene Gebäude.

Das schwebt der Stadtverwaltung nun hier vor

Laut der Stadtverwaltung wird das Gebäude künftig diverse Einrichtungen beherbergen. Geplant ist unter anderem, hier die Zentrale des umliegenden "Innovations-Distriktes" mitsamt eines Start-up-Inkubators unterzubringen. Zudem sollen in dem Gebäude das städtische Institut für Kunst (Institut Municipal de les Arts), eine große Bibliothek mit Mediathek, ein Veranstaltungssaal und Ausstellungsräume Platz finden.

Das von dem Architekten Josep Ferragut gebaute zehnstöckige Gebäude war bis 2008 die Hauptverwaltung des Energieunternehmens Endesa, in dem zuvor der namensgebende Gas- und Stromversorger Gesa aufgegangen war. Seitdem stand das Gesa-Hochhaus ungenutzt dar und war zunehmendem Verfall ausgesetzt. Die Stadt plant nun einen Ideenwettbewerb zur künftigen Nutzung, der voraussichtlich bis Ende 2025 abgeschlossen sein soll.

Endesa forderte ursprünglich bis zu 60 Millionen Euro

Mit dem Kauf endet auch ein langjähriger Rechtsstreit zwischen der Stadt und Endesa. Das Unternehmen hatte ursprünglich eine Entschädigung von bis zu 60 Millionen Euro gefordert. Durch die Einigung verzichtet Endesa auf sämtliche ausstehenden Klagen.

Martí Ribas, Generaldirektor von Endesa Balearen, erklärte, dass mit dem Verkauf ein „historisches Kapitel“ ende. Das Unternehmen sei seit fast 170 Jahren an der Meeresfassade von Palma präsent gewesen. Die Sanierung des Gebäudes soll nach dem Abschluss des Ideenwettbewerbs 2026 beginnen. Über die Finanzierung der Arbeiten machte die Stadt noch keine konkreten Angaben.

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