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Nun geht es auch Matthias Kühns Insolvenzverwalter an den Kragen

Die Richterin beschuldigt einen Anwalt Kühns, der für die Abwicklung der Firma Balearic Management Solutions verantwortlich war, sich an einer Vermögensverschleierung beteiligt zu haben

Mattias Kühn auf dem Weg zu einem Gerichtstermin.

Mattias Kühn auf dem Weg zu einem Gerichtstermin. / Archivfoto Diario de Ibiza

Das Netz um den deutschen Immobilien-Unternehmer Matthias Kühn zieht sich weiter zu. Nachdem unter anderem gegen seine Söhne und seinen Anwalt ermittelt wird, ist nun auch ein Insolvenzverwalter von einer der Firmen Kühns in den Fokus der Justiz geraten. Dem Unternehmer und seinem Umfeld wird Vermögensverlagerung, Prozessbetrug und strafbare Insolvenz zur Last gelegt.

Der nun beschuldigte Anwalt ist Insolvenzverwalter der Kühn-Firma Balearic Management Solutions. In dieser Funktion hatte er nach Ansicht der zuständigen Richterin zumindest Kenntnis vom Versuch Kühns, die Beteiligungen des Unternehmens an der Firma Birdie Son Vida hielt, über eine dritte Firma zu erwerben.

Firma auf Namen der Söhne eingetragen

Ziel der Aktion: Die bevorstehende 96-Millionen-Entschädigung, die Birdie Son Vida von der Balearen-Regierung im Fall der nie gebauten Siedlung Muleta II erhalten sollte, aus dem Insolvenzverfahren herauszuhalten. Dafür setzte Kühn die Firma Organización Flamenca SL ein, die auf seine Söhnen Marco und Nico eingetragen ist. Diese kaufte die Beteiligungen an Birdie Son Vida für einen Spottpreis. Der nun beschuldigte Insolvenzverwalter soll vor dem Insolvenzrichter verheimlicht haben, dass Kühn selbst hinter dem Erwerb der Beteiligungen an Birdie Son Vida steckte. Derweil hat die Richterin auch den vor einigen Wochen von der Staatsanwaltschaft eingereichten Antrag angenommen, die Ermittlungen auf weitere Personen aus Kühns Umfeld auszuweiten.

Das wird Kühn vorgeworfen

Dem deutschen Immobilienunternehmer wird vorgeworfen, sein Vermögen über ein kompliziertes Firmengeflecht unter Beteiligungen von Unternehmen in Liechtenstein vor dem spanischen Fiskus versteckt zu haben. Demnach schuldet Kühn der Steuerbehörde rund 21,2 Millionen Euro. Im Januar hatte das zuständige Ermittlungsgericht Nr. 11 in Palma 28 Millionen Euro eines Kontos von Kühn beschlagnahmt. Das Geld dient als Kaution, um im Falle einer Verurteilung die bestehenden Verbindlichkeiten und mögliche Strafen zahlen zu können. /pss

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