Warum flogen am Sonntag vier Helikopter im Tiefflug über Palma?
Unter anderem im Stadion Son Moix waren die Hubschrauber zu sehen

Hubschrauber über dem Stadion Son Moix. / Lufwaffe
Staunen auf Mallorca: Am Sonntagnachmittag (2.3.) sind vier Helikopter im Tiefflug über Palma geflogen. Nicht wenige Einheimische und Urlauber reckten den Blick gen Himmel, um das ungewöhnliche Schauspiel zu beobachten. Auch im Fußballstadion Son Moix, wo Real Mallorca die Ligapartie gegen Alavés bestritt, waren die Hubschrauber zu sehen. Doch was hatte es damit auf sich?
Am Montag klärte die spanische Luftwaffe in einer Pressemitteilung auf: Es handelte sich um zwei Helikopter der Armee, sowie um jeweils einen Hubschrauber der Guardia Civil und einen der Nationalpolizei. Es sei eine Aktion anlässlich des Tags der Balearen, der am Vortag zelebriert wurde. Man wolle damit die enge Verbindung zwischen der balearischen Zivilgesellschaft und den Sicherheitskräften betonen. In der Pressemitteilung erklärt die Luftwaffe, das Publikum im Stadion habe mit großem Beifall auf das Spektakel reagiert.
Auch am Paseo Martítimo waren die Helikopter zu sehen:
Die Hubschrauber des Typs HD.24 werden auf den Balearen unter anderem bei der Suche nach vermissten Personen eingesetzt. "Sie garantieren eine schnelle und effiziente Reaktion in jedweder Notlage", heißt es in der Pressemitteilung. Die Hubschrauber von Guardia Civil und Nationalpolizei seien dabeigewesen, um die gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Institutionen zu betonen.
75. Geburtstag des Militärflughafens
Ein weiterer Anlass für die Aktion: In diesem Jahr feiert der Militärflughafen in Palma, der sich direkt neben dem Passagierflughafen befindet, sein 75. Jubiläum. "Seit seiner Gründung ist er ein zentraler Pfeiler für die Verteidigung, Überwachung und für Rettungseinsätze auf der Inselgruppe", erklärt das Militär.

Ungewöhnliches Bild: die Hubschrauber im Tiefflug über dem Stadion Son Moix. / Luftwaffe
Auf dem kleinen Airport, dessen Existenz vielen Menschen überhaupt nicht bekannt ist, kommen unter anderem auch die Mitglieder der spanischen Königsfamilie an. Das 125 Hektar große, militärisch streng bewachte Gelände über Schlafsäle, Kantine, Krankenstation sowie Fitnesszentrum und ist dafür ausgelegt, autonom zu funktionieren, falls zum Beispiel der Strom ausfallen sollte. Lesen Sie hier die Reportage vom MZ-Besuch in der Anlage:
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