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Erneut russisches Kriegsschiff vor Mallorca und den Nachbarinseln gesichtet

Die Admiral Golovko passierte Ende Februar die Balearen-Gewässer

Das russische Kriegsschiff Admiral Golovko.

Das russische Kriegsschiff Admiral Golovko. / Spanische Marine

Miguel Vicens

Miguel Vicens

Erneut ist ein russisches Kriegsschiff südlich der Balearen entlanggefahren. Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, wurde die Fregatte Admiral Golovko (Адмирал Головко) von der spanischen Marine am 27. Februar im Alborán-Meer zwischen Spanien und Marokko abgefangen. Von dort aus begleitete das Schiff "BAM Audaz" das russische Kriegsschiff, bis es spanische Gewässer in Richtung östliches Mittelmeer verließ. Auf dem Weg fuhr es auch an Mallorca und den Nachbarinseln vorbei.

Das ist die Admiral Golovko

Die Admiral Golovko ist 135 Meter lang und verfügt über eine Besatzung von 180 bis 210 Personen. Es handelt sich um ein vielfältig einsatzfähiges und schnelles Schiff, das unter anderem in der Lage ist, Langstreckenangriffe durchzuführen, U-Boote zu bekämpfen und als Geleitschutz eingesetzt zu werden. Es erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 29,5 Knoten (rund 54,6 Km/h). Zusätzlich zu den Hyperschallraketen ist die Fregatte mit 16 Schiffsabwehrraketen, Schil I-Flugabwehrraketen mittlerer Reichweite, vier Torpedowerfern und U-Boot-Abwehrraketen ausgestattet.

Andere Sichtungen

Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs sind sechs russische Kriegsschiffe in Balearen-Gewässern aufgetaucht. Das erste der beiden Schiffe passierte die Inselgruppe am 11. Oktober 2023, als das U-Boot Krasnodar in Begleitung des Schleppers Sergey Balk gesichtet wurde. Zuletzt hatten sich die Sichtungen gehäuft. Im Dezember 2024 waren die Fregatte "Admiral Gorshkov" in Begleitung des Öltankers "Yelnya" auf dem Weg von der syrischen Hafenstadt Tartús in Richtung Atlantik abgefangen worden. Im Januar folgte das U-Boot "Noworossijsk".

Die Bewegungen waren als Anzeichen dafür gedeutet worden, dass Russland den syrischen Hafen nach dem Sturz des Diktators Bashar Al-Assad nicht mehr halten kann. Es handelte sich um die einzige Mittelmeer-Basis der Russen. Wohin die Admiral Golovko unterwegs ist, ist nicht bekannt. /pss

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