Entlassung aus U-Haft: Brudermörder von Sa Pobla bedankt sich für die Unterstützung
Der 43-Jährige hatte seinen wohl suchtkranken Bruder mit einem Hammer getötet

Das Logo der Facebook-Gruppe. / Facebook
Miquel Terrassa, der Brudermörder von Sa Pobla, bedankt sich für die auf der Insel erfahrene Unterstützung. „Millionen Dank von Herzen!“, schrieb der 43-Jährige am Sonntagmorgen in einer Facebook-Gruppe, in der seine Freilassung gefordert worden war. Terrassa, der Anfang Februar seinen eigenen Bruder mit einem Hammer erschlug, war vergangene Woche – nach nur zwei Wochen Untersuchungshaft – wieder auf freien Fuß gekommen. Der Ermittlungsrichter sieht keine Fluchtgefahr.
Spendenkonto und 2.600 Unterstützer
Ein Freund des mutmaßlichen Mörders hatte die Facebook-Gruppe „Llibertat per en Miquel“ (Freiheit für Miquel) erstellt, um für mildernde Umstände zu plädieren. Mehr als 2.600 Personen schlossen sich der Forderung an. Auch die Familie richtete ein Spendenkonto ein, um die Anwaltskosten für den bevorstehenden Prozess zu finanzieren.
Miquel Terrassa lebte bei seiner Mutter in Sa Pobla und geriet dort mit seinem drogensüchtigen Bruder in Streit. Der 54-jährige Jaume soll der Mutter Geld gestohlen haben. Als Miquel ihn zur Rede stellte, soll Jaume den Deckel eines Schnellkochtopfs auf ihn geworfen haben. Miquel wich aus, ging zur Arbeit, holte einen Hammer und kehrte in die Wohnung zurück, wo er seinen Bruder erschlug.Jaume erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Miquel stellte sich selbst der Polizei und gestand die Tat.
Entscheidung wird noch dauern
Bis zum Prozess werden voraussichtlich Jahre vergehen. Dann muss ein Geschworenengericht entscheiden, ob es sich um Mord handelt und ob Miquel Terrassa ins Gefängnis zurückkehrt. Für eine Verurteilung müssen sieben der Geschworenen zustimmen; für einen Freispruch reichen fünf Stimmen aus.
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