Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Erneut Leiche an beliebter Urlauberbucht auf Mallorca angespült

Es ist der dritte tote Körper, der in balearischen Gewässern in den vergangenen Tagen auftauchte

Idyllisch gelegen unterhalb des ohnehin malerischen Ortes: die Cala Deià.

Idyllisch gelegen unterhalb des ohnehin malerischen Ortes: die Cala Deià. / kathrin bremer

Folgen Sie uns bereits?Marken Sie uns als bevorzugte Medien
Hinzufügen zu Google
J.F. Mestre

J.F. Mestre

Ein Anwohner hat am Samstagmorgen (8.3.) eine Leiche im Meer vor Mallorca entdeckt. Der Mann wählte den Notruf. Die Guardia Civil holte den Körper aus dem Wasser. Es ist der dritte Leichenfund binnen weniger Tage in balearischen Gewässern.

Der Anwohner sah etwas im Wasser in der Cala Deià treiben. Als er sich näherte, vermutete er einen Leichnam. Die Guardia Civil kam mit einem Schlauchboot und bestätigte den Verdacht. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen um die 30 Jahre alten Mann handelt, der beim Versuch, mit einem Flüchtlingsboot von Algerien nach Europa zu gelangen, ertrank.

Identität kaum feststellbar

Wie die meisten Bootsmigranten führte der Mann keine Ausweispapiere bei sich. Der Verwesungsprozess hat bereits eingesetzt. Eine Autopsie soll den genauen Todeszeitpunkt klären. Die Gerichtsmediziner nehmen auch DNA-Proben in der Hoffnung, dass sich eines Tages Familienmitglieder melden und ein Abgleich die Identität bestätigen kann. Die Entnahme von Fingerabdrücken ist bei den Wasserleichen in der Regel nicht mehr möglich.

Guardia Civil befürchtet weitere Opfer

Zuletzt spülten die Wellen ebenfalls junge Männer an den Strand von Cala Ratjada und Formentera an. Organisationen, die die Migration in Nordafrika überwachen, berichteten von mehreren Booten, die ihr Ziel nicht erreicht haben.

Ende Februar stürzte zudem mitten auf dem Meer während der Überfahrt plötzlich eine Frau ins Wasser. Vier somalische Mitinsassen beschlossen daraufhin, ins Meer zu springen, um sie zu retten. Bei dem Versuch kamen alle fünf Beteiligten ums Leben, da sie es nicht schafften, zurück auf das Boot zu gelangen. Laut Nationalpolizei hatte sich das Boot zuvor verirrt und hatte zudem mit schlechtem Wetter und schlechtem Seegang zu kämpfen. Infolgedessen wurde der Treibstoff knapp. Die Fahrt zu den Balearen, die normalerweise nur einen Tag in Anspruch nimmt, dauerte daher knapp fünf Tage, ehe das Boot von den spanischen Behörden abgefangen wurde.

Tracking Pixel Contents