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Rathaus Palma greift durch und will die Obdachlosen aus dem alten Gefängnis vertreiben

Das heruntergekommene Gebäude soll teilweise abgerissen werden, damit dort Sozialwohnungen entstehen

Ein Vierteljahrhundert Verfall auf Mallorca: So sieht es im alten Gefängnis von Palma heute aus

Ein Vierteljahrhundert Verfall auf Mallorca: So sieht es im alten Gefängnis von Palma heute aus / Bernardo Arzayus

Palmas Ortspolizei hat am Mittwochmorgen (12.3.) dem alten Gefängnis einen Besuch abgestattet und den Obdachlosen einen Räumungsbescheid überreicht. Binnen zehn Tagen sollen sie aus dem verlassenen Gebäude verschwinden.

Die schriftliche Aufforderung ist der erste Schritt auf dem Weg zur Räumung. Im vergangenen Oktober zählte das Rathaus 80 Obdachlose im ehemaligen Gefängnis, mittlerweile sollen es an die 250 sein. Das Gebäude weist strukturelle Schäden auf, zudem kam dort es in der Vergangenheit immer wieder zu gewaltsamen Konflikten, Drogenexzessen und Brandstiftung. Das Rathaus will den Obdachlosen eine Sozialwohnung suchen. Wegen der Wohnungsnot auf Mallorca ist das aber kein einfaches Unterfangen.

Neue Sozialwohnungen geplant

"Die Einrichtung wird seit zehn Jahren besetzt. Ich werde nicht die Augen vor einer solch intolerablen Situation verschließen", sagte Bürgermeister Jaime Martínez, der offen ließ, wie das Rathaus verfahren wolle, wenn die Obdachlosen binnen der nächsten zehn Tage nicht ausziehen. Noch dieses Jahr will das Rathaus einen Teil des ehemaligen Gefängnisses abreißen und neue Sozialwohnungen bauen. Zudem stehen nebenan Arbeiten an der Ringautobahn an, weswegen die Obdachlosen dort nicht länger bleiben können.

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