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Leichenfund an der Playa de Palma: Erneut lebloser Körper an den Strand gespült

Die Nationalpolizei geht von einem ertrunkenen Migranten aus. Es ist der vierte Kadaver binnen zwei Wochen

Stark verweste Leiche an der Playa de Palma angespült

B. Ramon

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Die Wellen haben erneut eine Leiche an einen Strand auf Mallorca angespült. Gegen 10 Uhr entdeckten Passanten den leblosen Körper am Montag (17.3.) an der Playa de Palma auf Höhe des Balneario 14. Das ist der Strandabschnitt vor dem Palma Aquarium.

Die Nationalpolizei untersuchte den verwesten Leichnam, ehe er abtransportiert wurde. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich um einen Migranten handelt, der beim Versuch, von Algerien nach Europa überzusetzen, ertrunken ist. Es ist der vierte Leichenfund in den vergangenen 14 Tagen auf Mallorca. Keine der Personen hatte Ausweise dabei. Die Identifizierung ist folglich schwierig. Die Gerichtsmedizin entnimmt DNA-Proben für den Fall, dass die Familien der Verstorbenen sich melden und einem Abgleich zustimmen. Durch die lange Zeit im Wasser ist es nicht möglich, Fingerabdrücke zu entnehmen.

Die erste Leiche wurde vor zwei Wochen in Cala Ratjada angespült. Es folgten Funde in der Cala Deià sowie vergangene Woche in Can Pastilla. Dort wurde zudem noch ein Fuß entdeckt, bei dem noch nicht gänzlich geklärt ist, ob und zu welcher der Leichen er gehört.

Weitere Leichen könnten folgen

Organisationen, die die Migration in Nordafrika überwachen, berichteten von mehreren Booten, die ihr Ziel nicht erreicht haben. Ende Februar stürzte zudem mitten auf dem Meer während der Überfahrt plötzlich eine Frau ins Wasser. Vier somalische Mitinsassen beschlossen daraufhin, ins Meer zu springen, um sie zu retten. Bei dem Versuch kamen alle fünf Beteiligten ums Leben, da sie es nicht schafften, zurück auf das Boot zu gelangen. Laut Nationalpolizei hatte sich das Boot zuvor verirrt und hatte zudem mit schlechtem Wetter und schlechtem Seegang zu kämpfen. Infolgedessen wurde der Treibstoff knapp. Die Fahrt zu den Balearen, die normalerweise nur einen Tag in Anspruch nimmt, dauerte daher knapp fünf Tage, ehe das Boot von den spanischen Behörden abgefangen wurde.

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