Handwerker auf Mallorca festgenommen - sie kassierten für nie ausgeführte Arbeiten
Die beiden Männer behielten Vorauszahlung ein. Von da an waren alles Ausflüchte

Nicht alle Handwerker arbeiten für ihr Geld (Symbolbild). / Florian Schuh/dpa
Die Nationalpolizei hat auf Mallorca zwei Männer festgenommen, die beschuldigt werden, einen Mann bei Renovierungsarbeiten in seinem Haus über den Tisch gezogen zu haben. Der Betroffene hatte die beiden Handwerker mit den Arbeiten beauftragt, diese wurden aber nie ausgeführt.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatten sich die beiden Männer als Maurer einer Baufirma ausgegeben, die angeblich auf Renovierungsarbeiten spezialisiert war. Sie kassierten von ihrem Opfer mehr als die Hälfte des Kostenvoranschlags bereits vor Beginn der Arbeiten - rund 4.000 Euro. Das gelang ihnen mit dem Vorwand, sie müssten von dem Geld das Material für die Renovierung kaufen.
Logo eines früheren Arbeitgebers benutzt
Der Hausbesitzer vertraute den beiden Handwerkern, weil er sie bei der Renovierung eines Hotels an der Playa de Palma gesehen hatte und deshalb nicht argwöhnte. Außerdem prangte auf dem Kostenvoranschlag das Logo eines Bauunternehmens. In diesem hatten die beiden Beschuldigten zwar in der Vergangenheit gearbeitet, zum Zeitpunkt der Erstellung des Kostenvoranschlags allerdings nicht mehr.
Ab dem Moment, in dem der Hausbesitzer die 4.000 Euro an die beiden Handwerker gezahlt hatte, hatten die Männer immer wieder neue Ausflüchte parat, warum die Arbeiten noch nicht begannen. Später behaupteten sie, ihre Firma sei umgezogen. Danach gaben sie keinerlei Lebenszeichen mehr von sich. Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass beide Beschuldigten bereits ähnliche Betrügereien in der Vergangenheit begangen hatten.
Tipps der Polizei
Das Opfer entschloss sich nach einer Zeit dazu, den Fall anzuzeigen. Die Nationalpolizei an der Playa de Palma machte die beiden Betrüger ausfindig und nahm sie fest. Die Beamten empfehlen, lediglich etablierte Firmen mit derartigen Arbeiten zu beauftragen, die ihre Angestellten ordnungsgemäß angemeldet haben.
Auch solle man misstrauisch werden, wenn der Kostenvoranschlag deutlich günstiger ist als die Preise, die üblicherweise aufgerufen werden. Der Kostenvoranschlag sollte immer schriftlich erfolgen und mit einem Startdatum für die Arbeiten versehen sein.
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