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Tanzgruppen terrorisieren Anwohner in Palmas "Central Park"

Die Anwohner in Palmas zentral gelegenen Parc de les Estacions sind verzweifelt - und werden von den Krawall-Tänzern angepöbelt

Anwohner verzweifelt: So groß ist der Lärm der Tanzgruppen am Parc de les Estacions in Palma

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Redaktion DM

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Die Anwohner vom Parc de les Estacions im Zentrum von Palma sind verzweifelt. Fast täglich treffen sich Tanzgruppen in dem rechteckigen Park, drehen die Lautsprecherboxen auf und üben bis spät in die Nacht. "Das Leben hier ist eine Qual", sagt Maria Belén Benavente von Palmas Nachbarschaftsverband. Dieser fordert ein "sofortiges" Einschreiten des Rathauses, um die Situation zu beenden.

Alles begann vor sechs Jahren

Alles habe vor fünf oder sechs Jahren begonnen, erzählt Benavente. Damals habe sich eine kleine Gruppe im Park getroffen, um lateinamerikanische Folkloretänze zu üben. Was mit gelegentlichen Treffen begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem echten Problem entwickelt. "Heutzutage gibt es quasi täglich Treffen, vor allem an den Wochenenden. Und im Frühjahr und Sommer wird die Situation noch schlimmer." Die Gruppen hätten neben den Lautsprecherboxen auch Mikrofone und Trillerpfeifen dabei. Zudem sei es üblich, dass während des Tanzens Schreie ausgestoßen werden.

Der konstante Lärmterror beeinträchtige das Leben der Anwohner massiv, so Benavente. "Selbst wenn man alle Fenster schließt und den Fernseher anmacht, hört man immer noch die Schreie, die Trillerpfeifen und die Musik. "Einige Anwohner überlegen schon, ihre Wohnungen zu verkaufen und in ein anderes Viertel zu ziehen."

Tanzgruppen pöbeln Anwohner an

Zu der ohnehin schwierigen Situation komme hinzu, dass die Tanzgruppen auch nach der Schließung des Parks in der Nacht in der Gegend bleiben. Sie konsumieren Alkohol und machen weiter Lärm. "Ich habe mehrfach versucht, mit diesen Leuten zu sprechen, aber die haben mich nur angepöbelt." Die zahlreichen Beschwerden bei der Ortspolizei und bei der Stadtverwaltung hätten keine Änderung der Situation gebracht. "Wir können nicht noch so einen Sommer verbringen, in dem wir nicht einmal die Fenster öffnen können." Es sei dringend erforderlich, dass diese Gruppen angemessene Proberäume bekommen, wo sie niemanden stören.

Die Tanzgruppen seien zudem nur eine der Zusammenkünfte, die für den Lärmterror sorgen. Hinzu kämen Karaoke-Partys, religiöse Veranstaltungen sowie private Feierlichkeiten, die in vielen Fällen ebenfalls von aufgedrehten Lautsprechern begleitet werden.

Ältere Anwohner leiden besonders

Der Anwohnerverband weist darauf hin, dass man ohnehin schon häufig dem Lärm von behördlich genehmigten Veranstaltungen ausgesetzt sei, wie etwa dem Sommerkino, dem Weihnachtsmarkt oder den häufigen kulturellen Events. Besonders litten die älteren Anwohner unter der Situation. /pss

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