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Das müssen Katzenbesitzer auf Mallorca ab sofort beachten

Die spanische Zentralregierung hat sich in einem Schreiben direkt an Katzenbesitzer im ganzen Land gewendet. Wer einen Vierbeiner aufnimmt, muss sich an strikte Vorgaben halten

Katzen müssen auch auf Mallorca gechipt werden

Katzen müssen auch auf Mallorca gechipt werden / Tatyana Zenkovich

Wer in Spanien eine Katze hat, der muss das Tier mit einem Mikrochip kennzeichnen - unabhängig davon, welche Vorschriften in der jeweiligen autonomen Region gelten, in der es lebt. Darauf hat jetzt die zentralspanische Regierung hingewiesen. Bisher war diese Anforderung in einigen Regionen nicht obligatorisch, doch durch eine neue Regelung wird sie im gesamten spanischen Staatsgebiet zur Pflicht.

Bessere Kontrolle

Wie aus einem Regierungsschreiben hervorgeht, dass sich konkret an Katzenbesitzer richtet, muss der Chip in den ersten Lebensmonaten des Tiers eingesetzt werden - oder aber, sobald man ein erwachsenes Tier aufgenommen hat. Dadurch wollen die Behörden die Katzenpopulationen im Land besser kontrollieren können. Zudem können entlaufene Tiere so schneller wieder nach Hause gebracht werden: Im Mikrochip, den Tierärzte in der Regel ins Ohr der Katzen implantieren, sind die Kontaktdaten des Besitzers gespeichert. Polizeibeamte und Tierärzte können diese über spezielle Lesegeräte ablesen. Auch Hunde müssen in Spanien gechipt werden.

Die Verantwortlichen in der Zentralregierung betonen in der Mitteilung besonders die Situation der Katzen, die in Katzenkolonien leben. In diesen Fällen liegt die Verantwortung für die Identifikation nicht bei einem einzelnen Besitzer, sondern bei den Gemeindeverwaltungen. Die lokalen Behörden müssen die Katzenkolonien angemessen verwalten und die Einführung von Mikrochips bei diesen Tieren fördern, um "ihr Wohlergehen und die Kontrolle ihrer Population sicherzustellen", heißt es.

Finanzielle Unterstützung in Calvià

Auf Mallorca äußerte sich nun auch die Gemeindeverwaltung von Calvià öffentlich zum Thema. Die Identifizierung durch Mikrochips führe dazu, dass weniger Tiere ausgesetzt werden. Zudem erinnerte das Rathaus daran, dass Katzen darüber hinaus auch sterilisiert werden müssen, um ungewollte Würfe zu verhindern.

Um die Einhaltung der Vorschriften zu erleichtern, hat Calvià finanzielle Hilfen eingerichtet: Bis zu 30 Euro Unterstützung gibt es für das Einsetzen eines Mikrochips, bis zu 80 Euro für die Sterilisation von Katzen und bis zu 40 Euro für die Sterilisation von Katern.

Die Bezuschussung wird in der Reihenfolge der eingegangenen Anträge gewährt, bis das Budget ausgeschöpft ist. Anträge können bis zum 31. Oktober über das elektronische Register der Gemeindeverwaltung eingereicht werden.

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