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Tod von Papst Franziskus: Vielfältige Trauerbekundungen auf Mallorca

Der Bischof sowie die amtierende und die frühere Ministerpräsidentin der Balearen würdigen Franziskus in Mitteilungen

Ministerpräsidentin Marga Prohens bei der Audienz mit Papst Franziskus im Vatikan.

Ministerpräsidentin Marga Prohens bei der Audienz mit Papst Franziskus im Vatikan. / Vatican Media

Geistliche, Politiker und Bürger gedenken auf Mallorca des am Montagmorgen (21.4.) verstorbenen Papstes Franziskus. In der Kathedrale in Palma läutete die gewaltig Glocke n'Aloi eine halbe Stunde lang zu seinen Ehren.

„Ich werde ihn stets als jenen herzlichen, humorvollen Menschen in Erinnerung behalten, mit dem ich die Ehre hatte, im Vatikan zu sprechen", schrieb etwa die balearische Ministerpräsidentin Marga Prohens auf X. Die Katholikin und Mutter zweier Kinder hatte Franziskus erst im Dezember 2024 bei einer Audienz persönlich kennengelernt.

In dem etwa halbstündigen Treffen habe sie mit ihm über "die Bedeutung der mit den eigenen Kindern verbrachten Zeit und die Notwendigkeit, die Werte des christlichen Humanismus in unserer heutigen Gesellschaft zu bewahren“, so Prohens.

1982 besuchte Franziskus das Jesuitenkolleg Montesión

Während der Audienz habe Franziskus sich zudem an einen früheren Aufenthalt auf den Balearen erinnert: Im Jahr 1982, lange bevor er Papst wurde, stattete der Argentinier dem Jesuitenkolleg Montesión in der Altstadt von Palma einen Besuch ab.

Auch die frühere balearische Ministerpräsidentin und Präsidentin des spanischen Abgeordnetenhauses, Francina Armengol, hat sich von Papst Franziskus verabschiedet. In einer Nachricht auf X würdigte Armengol den Pontifex ebenso als einen Mann, der „bis zum letzten Tag einen christlichen Humanismus verteidigte, der auf dem Einsatz für die Schwächsten und dem Respekt gegenüber Migrantinnen und Migranten basiert – Menschen, die oftmals vor Schrecken fliehen müssen, um ein besseres Leben zu suchen.“

Armengol übergibt dem Papst das Trikot.  | FOTO: EP

Armengol übergibt dem Papst das Trikot. / EP

Die Sozialistin hob hervor, wie sehr Franziskus „die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung, Populismus und der Rückschritt bei grundlegenden Rechten“ besorgten. „Sein Wirken hinterlässt ein ewiges Vermächtnis“, schrieb Armengol weiter.

Bischof Taltavull spricht von einem "Verteidiger der Gerechtigkeit"

Auch Francina Armengol war 2024 zu einer privaten Audienz im päpstlichen Arbeitszimmer im Vatikan. Bei dieser Gelegenheit überreichte die Politikerin Franziskus ein Trikot des Fußball-Erstligisten Real Mallorca. „Das Team meiner Heimat – das heute Abend im spanischen Pokalfinale steht“, erklärte die Politikerin aus Inca dem Heiligen Vater, als sie ihm das rot-schwarze Trikot übergab. Am selben Abend spielte Real Mallorca gegen Athletic Bilbao im Finale der Copa del Rey und verlor nach Elfmeterschießen.

Bereits acht Jahre zuvor hatte Papst Franziskus ein Trikot von Real Mallorca geschenkt bekommen. Damals besuchten ihn der Präsident des Clubs, Monti Galmés, sowie Geschäftsführer Maheta Molango in Rom und überreichten Franziskus aus Anlass des 100. Geburtstags von Real Mallorca das Kleidungsstück.

Bischof Sebastià Taltavull mit Papst Franziskus.

Bischof Sebastià Taltavull mit Papst Franziskus. / Diözese Mallorca

Der Bischof von Mallorca, Sebastià Taltavull, würdigte ebenfalls Papst Franziskus in einer Botschaft. "Mit bewegtem Herzen danken wir Gott für das Geschenk seines Lebens und für seinen großzügigen Dienst an der gesamten Kirche. Papst Franziskus war ein wahrer Hirte, ein Mann tiefen Glaubens, den Armen nahe, ein Verteidiger der Gerechtigkeit und ein unermüdlicher Apostel der Barmherzigkeit." Und weiter: "Ruhe in Frieden, Papst Franziskus. Wir werden dich immer mit Wertschätzung, Bewunderung und Dankbarkeit in Erinnerung behalten."

Papst Franziskus war am Morgen des Ostermontag im Alter von 88 Jahren gestorben. Wegen einer Lungenentzündung hatte er im Frühjahr 38 Tage im Krankenhaus gelegen.  /jk

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