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Eskalation nach häuslicher Gewalt: Polizei schießt auf Fluchtauto des mutmaßlichen Täters

Der Vorfall ereignete sich am Montag in Palmas Stadtteil Son Gotleu

Beamte der Nationalpolizei bei einem anderen Einsatz in Son Gotleu.

Beamte der Nationalpolizei bei einem anderen Einsatz in Son Gotleu. / Archivfoto: DM

Schreck am Feiertag auf Mallorca: Ein spektakulärer Polizeieinsatz hat sich am Morgen des Ostermontag (21.4.) auf der Plaça Miquel Dolç in Palma ereignet: Ein Beamter der spanischen Nationalpolizei gab zwei Schüsse auf die Reifen eines Fahrzeugs ab, nachdem der mutmaßliche Fahrer – ein 27-jähriger Mann – versucht hatte, ihn zu überfahren. Zuvor hatte der Mann einen anderen Polizisten mit dem Wagen angefahren und leicht verletzt.

Hintergrund des Einsatzes war eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt. Eine Streife der Nationalpolizei war ausgerückt und traf am Einsatzort im Stadtteil Son Gotleu zunächst auf das Opfer, das umgehend in Sicherheit gebracht wurde. Kurz darauf entdeckten die Einsatzkräfte den mutmaßlichen Täter in seinem Fahrzeug, als dieser gerade die Flucht ergreifen wollte.

Mann ignorierte Anweisungen der Polizei

Ein Beamter stellte sich hinter das Auto und forderte den Fahrer zum Anhalten auf. Dieser ignorierte die Aufforderung und fuhr stattdessen los, wobei er den Polizisten mit dem Fahrzeug streifte und leicht verletzte. Ein zweiter Beamter versuchte daraufhin, das Auto von vorne zu stoppen, wurde dabei allerdings um ein Haar überfahren. Nur knapp konnte er sich in Sicherheit bringen. Daraufhin zog der Polizist seine Dienstwaffe und feuerte zweimal auf die Reifen des Fahrzeugs. Dennoch gelang es dem Fahrer, sich vom Tatort zu entfernen.

Die Ermittlungen wurden sofort von der Mordkommission, der Spurensicherung und Streifen der Nationalpolizei übernommen. Aufgrund des Angriffs auf die Beamten wurde die Fahndung nach dem Mann zur Priorität erklärt. Am frühen Montagabend konnte der 27-Jährige – ein kolumbianischer Staatsbürger – schließlich festgenommen werden. Ihm werden unter anderem häusliche Gewalt sowie Widerstand und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte zur Last gelegt. /jk

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