Nach dem Umbau: Die ganz großen Yachten der Boat Show ankern diesmal im Club de Mar
Gleich nach dem Umbau ist der Nobelhafen schon ein Teil der Boat Show. Hier liegen vor allem die ganz großen Yachten, die nicht an der Alten Mole unterkommen

Im Superyacht Village gibt es wieder elegante Segelschiffe wie dieses zu bestaunen. / PIBS
Ein lang gehegter Wunsch von Chema Sans geht in diesem Jahr in Erfüllung. Der Organisator der Palma International Boat Show sähe schon lange gerne richtig große Yachten auf seiner Messe. Doch bisher scheiterte das am Platz an der Alten Mole. In diesem Jahr nun gibt es Abhilfe: Der neu gestaltete Club de Mar stellt seine Anlagen zur Verfügung und lässt dort einen Teil der Schiffe des Superyacht Village anlegen – vor allem die ganz großen.
„Wir hatten so gut wie keinen Platz für die Yachten, die 40 Meter Länge übersteigen, was für die Werften ein Ärgernis war“, sagt Chema Sans. Bislang war im sogenannten Superyacht Village bei spätestens 50 Metern Schluss. „Diesmal sollen Yachten mit fast 100 Meter Länge Teil der Schau sein.“ Gerade diese Luxusyachten seien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor auf Mallorca. Zustande kam die Zusammenarbeit mit dem Club de Mar auf Initiative der Balearen-Regierung, der Hafenbehörde und des Clubs selbst.
Auch Bereiche für Wartung und Reparatur
Im Club de Mar zu sehen sein werden vor allem große Segelyachten von Werften, die Einzelschiffe bauen. Parallel dazu entsteht an Land ein spezieller Ausstellungsbereich mit Firmen aus den Bereichen Reparatur und Wartung, Schiffbau, maritimes Ingenieurwesen und Interior Design.
Der Fokus im Superyacht Village ist dabei ein ganz anderer als an der Alten Mole. „Dort geht es vor allem um von Brokern verwaltete Schiffe aus zweiter Hand, die weiterverkauft werden sollen“, erklärt Sans. Im Club de Mar liegen sehr exklusive Schiffe, die auf Käufer warten. „Das sind Schiffe auf dem neuesten technischen Stand, die von ihren Erbauern persönlich in Palma präsentiert werden“, sagt Chema Sans.
Shuttleboote für den Transfer
Die Palma International Boat Show will mit der neuen Ausstellungsfläche ihre Position als eines der weltweit führenden Events für Superyachten noch stärken. Die beiden Hauptbereiche – das angestammte Moll Vell und der neue Bereich im Club de Mar – werden per Bootsshuttle miteinander verbunden. Die Fahrt dauert rund fünf Minuten.
„Das ist etwas, was es bei anderen ähnlichen Messen auch gibt, beispielsweise in Fort Lauderdale oder Cannes“, erklärt Chema Sans. Zur Verfügung stehen neben Gondeln auch weitere kleine Boote, die die Besucher hin- und herschippern. Der Fahrpreis ist im Eintritt inbegriffen.
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