Terrasse nur für Mallorca-Urlauber: Mallorquiner müssen leider drinnen Kaffee trinken
Die Insulanerin durfte auf einer Terrasse in Palma keinen Kaffee trinken, der Außenbereich sei ausschließlich für Touristen vorgesehen

Ein Symbolbild einer Terrasse in Palma. / Garau
Sich in der Heimat diskriminiert fühlen und sie nicht genießen können. So schildert Catalina Munar, eine Anwohnerin aus Palma, ihre Erfahrung. Sie berichtet, dass ihr eine Bar auf Mallorca den Kaffee auf der Terrasse verweigerte, weil diese "komplett für Touristen" reserviert gewesen sei.
Freie Tische, aber nicht für Mallorquiner
Der Vorfall ereignete sich laut Munar am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, in einem Café an der Plaça de la Porta del Camp. "Ich blieb stehen und sah, dass ein Tisch auf der Terrasse frei war. Ich dachte: Wie schön, dann kann ich einen Kaffee genießen. Ich bestellte einen Cortado beim Kellner, doch dieser sagte mir, dass ich mich nicht auf die Terrasse setzen dürfe, weil ich allein sei und nur einen Kaffee wolle. Ich solle nach drinnen gehen. Außerdem sagte er: ‚Und schon gar nicht an einem Tag wie heute, wo so viele Menschen unterwegs sind‘ – er bezog sich dabei auf die vielen Touristen auf der Straße. Die Terrasse war ausschließlich für Urlauber“, berichtet die Anwohnerin.
Empörung
Die Antwort des Kellners löste bei Munar große Empörung aus – sie konnte kaum glauben, was geschah. "Ich kann meine Heimat nicht genießen, weil ich Mallorquinerin bin. Ich fühle mich in meinem eigenen Zuhause diskriminiert – das ist empörend." Die Mallorquinerin fügt ebenfalls hinzu: "Ich fand das unfassbar, denn kurz darauf sah ich, dass ein alleinreisender Ausländer sehr wohl einen Platz auf der Terrasse hatte. Ich sagte dem Kellner empört, dass die Touristen Vorrang hätten. Er beharrte jedoch darauf, dass ich, wenn ich nur einen Kaffee trinke, drinnen Platz nehmen müsse."
Daraufhin verließ Munar das Café und suchte sich einen anderen Ort, um ihren Kaffee zu trinken. „Was kann ich dafür, dass ich allein unterwegs bin und trotzdem gerne auf der Terrasse sitzen möchte? Am Ende sind nicht wir die Privilegierten, sondern die Auswärtigen. Es scheint, als seien die besten Plätze für sie reserviert und alles sei darauf ausgelegt, dass sie genießen können“, schließt Munar.
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