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Wohl doch kein Mord: Polizei hat neue Theorie im Fall des toten 20-Jährigen auf Mallorca

Die Ermittler gehen mittlerweile von einem Selbstmord aus

Die Polizei ermittelt.

Die Polizei ermittelt. / DM

Wendung im Fall des am Dienstagabend (6.5.) gestorbenen 20-Jährigen auf Mallorca: Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Spanier selbst das Leben nahm. Ein Bruder fand den jungen Mann in der Nähe der Wohnung der Familie vor.

Zu dem Unglück kam es gegen 17.50 im Urlauberort Sa Coma, Gemeinde Sant Llorenç. Der 20-Jährige erhielt einen Anruf und verließ die Wohnung im Carrer Teixos, einem Wohngebiet.

Wiederbelebung scheiterte

Der Bruder machte sich Sorgen, weil der 20-Jährige nicht wiederkam. Als er auf der Straße nachschaute, fand er den jungen Mann mit einem Messer in der Brust vor. Er wählte den Notruf, der Rettungsdienst sagte ihm telefonisch, wie er Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten kann. Die brachten jedoch nichts.

Die Ortspolizei von Sant Llorenç und die Guardia Civil sicherten den Tatort. Ein Psychologe betreute die Angehörigen. Die Ermittler prüften die Aufnahmen der Kameras aus der Umgebung, um Hinweise zu bekommen. Die Theorie, das es sich um einen Mord handelte, scheint nun aber unwahrscheinlich.

Die Polizei fand auf dem Dach des Wohnhauses persönliche Gegenstände des 20-Jährigen. Das Messer stammte zudem aus dem Haushalt der Familie. Die Ermittler denken, dass sich der junge Mann selbst das Messer in die Brust rammte und im Anschluss vom Dach sprang. Allein die Stichwunde im Herzen war tödlich. Eine Obduktion soll weitere Erkenntnisse liefern.

Hier finden Sie Hilfe bei Suizidgedanken

Seit über 30 Jahren gibt es auf den Balearen das Telefon der Hoffnung, das „Teléfono de la esperanza". Auf dem spanischen Festland wurde es vor 46 Jahren eingeführt. Mehrere ehrenamtliche Mitarbeiter, die zuvor psychologisch geschult werden, sitzen in einem Büro nahe des Parc de ses Estacions in Palma de Mallorca, hören zu oder spenden Trost.

Wer Hilfe oder jemanden zum Zuhören braucht, kann sich jederzeit unter der Nummer 971-46 11 12 an das „Teléfono de la esperanza" wenden. Mittlerweile gibt es das Angebot der spanischen Telefonseelsorge auch als App (Conéctate Social) inklusive Chat-Funktion oder unter https://conectate.social/.

Wer kein Spanisch spricht, kann die Telefonseelsorge in Deutschland kontaktieren. Die ist von Mallorca aus unter der internationalen Nummer 0049 116 123 erreichbar. Unter www.telefonseelsorge.degibt es zudem eine Online-Beratung.

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