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Zwei Jahre nach Gruppenvergewaltigung auf Mallorca: Mutmaßliche Täter bleiben in U-Haft

Die Tat ereignete sich am 14. August 2023 in der Urlauberhochburg Magaluf

Zwei der mutmaßlichen Täter nach der Festnahme.

Zwei der mutmaßlichen Täter nach der Festnahme. / DM

Marcos Ollés

Marcos Ollés

Die acht jungen Männer, die im August 2023 eine Urlauberin in der Urlauberhochburg Magaluf vergewaltigt haben sollen, bleiben vorerst in Untersuchungshaft. Dies hat das Landgericht in Palma entschieden. Das Gericht sieht angesichts der drohenden Strafen von jeweils 18 bis 20 Jahren Gefängnis eine erhöhte Fluchtgefahr, sollten die Beschuldigten vorläufig auf freien Fuß kommen. Damit folgte das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage.

In Spanien kann die U-Haft bis zu zwei Jahren dauern. Unter besonderen Umständen kann diese bis auf vier Jahre verlängert werden. Damit könnten die acht Urlauber theoretisch bis August 2027 im Gefängnis bleiben. Der Prozessbeginn ist für Anfang 2026 angesetzt.

Das passierte am 14. August 2023

Die Tat ereignete sich laut der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft am Morgen des 14. August 2023 gegen 7.30 Uhr. Die acht Urlauber nahmen eine junge Britin mit auf das Hotelzimmer, in dem zwei von ihnen untergebracht waren. Die junge Frau hatte in der Nacht große Mengen an Alkohol konsumiert und war kaum bei Bewusstsein. Die Angeklagten sollen sie ausgezogen und sich eine halbe Stunde an ihr vergangen haben. Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass die Frau nicht in der Lage war, dem Geschehen zuzustimmen.

Neben dem sexuellen Missbrauch sollen die acht mutmaßlichen Täter sie auch geschlagen und anderen erniedrigenden Praktiken unterzogen haben. Zudem hätten alle die Mittäter bei den Vergewaltigungen angefeuert.  Die Taten filmten sie mit ihren Mobiltelefonen. Insgesamt 19 Videos nahmen sie auf, in denen sie sich mit ihrem Verhalten brüsteten. Die Aufnahmen teilten sie über die Social-Media-App Snapchat.

Diese Strafen drohen den Angeklagten

Die Staatsanwaltschaft fordert für einen der Täter eine Haftstrafe von 20 Jahren, fünf von ihnen sollen 19 Jahre in den Knast. Den anderen beiden droht eine Gefängnisstrafe von jeweils 18 Jahren. /pss

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