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Betrüger geben sich als Rafael Nadal aus

Zu solchen Fällen kommt es immer wieder

Rafa Nadal, "der echte".

Rafa Nadal, "der echte".

Man erwacht am Morgen und sieht eine neue Direktnachricht auf Facebook. Das Bild des Mannes, der Sie freundlich grüßt, kommt Ihnen bekannt vor – es ist Rafael Nadal.

So erging es einer Mallorquinerin, die jedoch nicht vom echten Tennisspieler aus Manacor angeschrieben wurde, sondern von einem Imitator. Die Frau bemerkte sofort, dass es sich nicht um Rafael Nadal handeln konnte – vielleicht lag es daran, dass der angebliche Mallorquiner ihr nicht auf Katalanisch antwortete. Doch solche Betrügereien enden oft böse: Einige Menschen haben vermeintlichen Stars sensible Daten oder viel Geld überlassen. Durch künstliche Intelligenz wird es vor allem für ältere Social-Media-Nutzer immer leichter, auf solche Tricks hereinzufallen.

Die Mallorquinerin merkte schnell, dass es sich nicht um den wahren Tenisspieler handeln konnte.

Die Mallorquinerin merkte schnell, dass es sich nicht um den wahren Tenisspieler handeln konnte. / DM

Der französische "Brad Pitt"

So erging es etwa einer Französin. Die Innendesignerin namens Anne glaubte, sie habe anderthalb Jahre lang eine Liebesbeziehung mit dem Schauspieler Brad Pitt geführt. Die Französin befand sich in einer schwierigen Lebensphase; sie stand kurz vor der Trennung von ihrem Mann, und die Beziehung zu „Brad Pitt“ erschien ihr wie ein Fels in der Brandung. Die 53-Jährige überwies dem vermeintlichen Millionär immer wieder Geld: einmal, weil er angeblich den Zoll nicht bezahlen konnte, da seine Bankkonten wegen des Scheidungsverfahrens mit Angelina Jolie eingefroren seien – so verlor Anne mehr als 9.200 US-Dollar; ein andermal zahlte sie bar für die angebliche Behandlung eines in Wahrheit nicht existenten Nierenkrebses. Die Betrüger verschickten sogar von KI erstellte Bilder, die Brad Pitt im Krankenhaus zeigen sollten. Insgesamt verlor die Französin rund 800.000 US-Dollar und versuchte sich drei Mal das Leben zu nehmen.

Tipps, um nicht auf Online-Betrug hereinzufallen

  • Nachrichten von Prominenten nur dann trauen, wenn sie von verifizierten Konten (blaues Häkchen) stammen.
  • Keine persönlichen Informationen oder kompromittierenden Fotos an Unbekannte weitergeben.
  • Kein Geld überweisen und keine Zahlungen leisten an Personen, die man ausschließlich online kennengelernt hat.
  • Bei Verdacht das Profil der Plattform melden und in schwerwiegenden Fällen die Strafverfolgungsbehörden einschalten.

Und mal ganz im Ernst: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich Brad Pitt oder Rafael Nadal bei beliebigen Personen per Facebook-Nachricht meldet?

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