Nach Schießerei bei Cala Ratjada: Polizei auf Mallorca sucht weiter nach brutaler Diebesbande
Noch immer suchen die Sicherheitskräfte nach einer Bande, die für mehrere gewaltsame Überfälle verantwortlich sein soll. Am Sonntagmorgen (18.5.) durchbrachen die Gesuchten eine Polizeikontrolle bei Cala Ratjada – es fielen Schüsse

Eine der Kugeln prallte ab und traf den Streifenwagen der Ortspolizei von Capdepera / Ortspolizei Capdepera
Die Guardia Civil, die Nationalpolizei sowie mehrere lokale Polizeieinheiten auf Mallorca haben am Sonntagmorgen (18.5.) eine großangelegte Suchaktion gestartet. Gesucht werden mehrere mutmaßliche Räuber, die nach einer Schießerei in Capdepera flüchteten. Die Verdächtigen sollen an mehreren gewaltsamen Überfällen im Osten der Insel in den vergangenen Wochen beteiligt gewesen sein.
Verdächtige in Cala Ratjada gesichtet
Laut der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" errichteten die Sicherheitskräfte zahlreiche Kontrollpunkte auf der Insel. Die Flüchtigen waren demnach mit einem Seat León unterwegs. Gegen 5.15 Uhr sichtete die Guardia Civil das Fahrzeug in der Nähe einer Diskothek in Cala Ratjada. Die Verdächtigen konnten jedoch entkommen. Auch die Lokalpolizei von Capdepera beteiligte sich an der anschließenden Verfolgung.
Vier Schüsse bei Kontrollversuch
Eine Streife positionierte sich am Kreisverkehr von s’Heretat in Capdepera und errichtete dort eine Kontrollstelle. Gegen 5.45 Uhr näherte sich ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit. Als ein Beamter versuchte, es zu stoppen, beschleunigte der Fahrer plötzlich und steuerte direkt auf den Polizisten zu. Dieser konnte sich mit einem Sprung in Sicherheit bringen. Anschließend nahm der Wagen auch Kurs auf einen zweiten Beamten.
Daraufhin zog der erste Polizist seine Dienstwaffe und feuerte vier Schüsse auf das Fahrzeug ab. Die Kugeln trafen den linken Mittel- und Heckbereich des Wagens; ein Schuss prallte ab und beschädigte die Fahrerseite des Streifenwagens.
Trotz der Schüsse gelang den Insassen die Flucht. Die Lokalpolizei verfolgte das beschädigte Fahrzeug bis zu einem Kieswerk bei Son Servera – dort verloren sie die Spur.
Tarnung mit Mietwagen
Wie aus Medienberichten hervorgeht, hatte die Bande in den vergangenen Wochen immer wieder hochklassige Mietwagen genutzt, um sich unauffällig über die Insel zu bewegen. Auf diese Weise gelang es ihnen offenbar mehrfach, Polizeikontrollen zu umgehen.
Die Suche nach den Tätern dauert an. /somo
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