Britischer Kraftprotz verzweifelt an Betonpoller: Magaluf-Urlauber sind nicht mehr das, was sie einmal waren
Im Netz kursiert ein anrührendes Video, in dem ein Mann erfolglos versucht, einen Betonpoller aus dem Boden zu reißen

Es klappt nicht so recht mit dem Poller. / Screenshot
Es lief auch schon mal besser für die britischen Urlauber in Magaluf im Südwesten von Mallorca. Einst war es ihre Hochburg, hier durften sie über die Stränge schlagen, sich prügeln, wahnwitzige Mutproben absolvieren oder auch einfach nur im komatösen Rauschzustand am Strand einschlafen. Das alles ist inzwischen größtenteils Geschichte. Magaluf ist zivilisierter geworden, aufgeräumter. Im Jahr 2025 gab es noch keinen Balconing-Fall, die Polizei scheint das Treiben deutlich besser im Griff zu haben.
Da ist es fast schon wohltuend, wenn man ab und an noch Bilder im Netz findet, die einen an das frühere, wildere Magaluf erinnern. So wie bei einem kleinen Filmchen, das am Sonntag (15.6.) bei der Plattform X im Account von Martinez Clips aufgetaucht ist. Von wann der Clip ist, geht daraus nicht hervor. Darin zu sehen ist auf jeden Fall eine schon beinahe anrührende Szene. Ein oberkörperentblößter und schätzungsweise mindestens 120 Kilogramm schwerer Mann - Herkunft unbekannt - versucht sich an einer schier herkulesartigen Aufgabe.
Mission: Betonpoller aus der Verankerung reißen
Er hat sich in den Kopf gesetzt, einen runden Betonpoller an einer Straße in Magaluf aus seiner Verankerung zu reißen. Warum, weiß wahrscheinlich nur er selbst. Zunächst versucht er es rein brachialisch mit der Kraft seiner beiden Arme. Als das nicht das erhoffte Ergebnis bringt, nimmt er Anlauf und tritt mit einem Fuß dagegen, wobei sich der Poller tatsächlich kurz bewegt. Sorge, sich dabei zu verletzen, hat der Mann offenbar nicht.
Im Anschluss geht er auf die Knie und umarmt den Poller beinahe zärtlich, um ihn so aus dem Boden zu reißen. Schließlich kommt ein weiterer Passant zu Hilfe, allerdings eher halbherzig. Dann bricht das Video ab. Der Zuschauer wird für immer im Ungewissen gelassen, ob die Mission letztendlich geglückt ist.
Magaluf hat sich gewandelt
Das Scheitern des Kolosses an dem vergleichsweise wenig voluminösen Poller könnte man geradezu sinnbildlich als den Wandel der Partyhochburg interpretieren. Magaluf hat sich in den zurückliegenden Jahren aufgehübscht. Viele Hotels wurden renoviert, auch an der berüchtigten Partymeile Punta Ballena gibt es nun schicke Clubs und Bars.
Parallel zur Aufwertung durch Hoteliers und Gastronomen hat auch die Gemeinde Calvià in die Infrastruktur investiert. Unter anderem die Strandpromenade wurde neu gemacht. Da klappt es dann eben auch mit den Exzessen nicht mehr ganz so gut.
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