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Wollte Rochen am Strand streicheln: Minderjähriger zieht sich tiefen Schnitt am Arm zu

Der Vorfall reiht sich ein in die mysteriöse Serie von Rochen-Strandungen an der spanischen Mittelmeerküste

So sieht ein Strechrochen aus.

So sieht ein Strechrochen aus. / Schulze/dpa

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Ein Minderjähriger auf Mallorca hat sich am Sonntag (15.6.) verletzt, als er am Strand einen Rochen berühren wollte. Wie das Online-Portal "Crónica Balear" berichtet, stach das Tier zu und verursachte dem Strandbesucher einen tiefen Schnitt am Arm.

Bei dem Meeresbewohner handelte es sich um einen Pelagischen Stechrochen, der gegen 15.30 Uhr in Strandnähe der Punta Ballena unterwegs war. Das ist der Strand der britischen Partyhochburg Magaluf in Calvià. Zum Alter und zur Nationalität des Minderjährigen gibt es keine weiteren Informationen.

Rettungsschwimmer leisteten Erste Hilfe

Die Rettungsschwimmer verbanden den Minderjährigen und wählten den Notruf. Ein Krankenwagen brachte den Verletzten in ein Ärztezentrum. Da es nicht direkt in ein Krankenhaus ging, scheint die Verletzung nicht schwerwiegend zu sein.

Seit einigen Wochen werden an mallorquinischen und spanischen Stränden vermehrt Rochen angeschwemmt, insbesondere die vom Aussterben bedrohten Teufelsrochen. Hinzu kommen die ebenfalls eigentlich in tieferen Gewässern heimischen Stechrochen. Viele der Tiere verenden am Strand. Meeresforscher können sich das Phänomen bislang nicht erklären. Die Stiftung des Palma Aquariums sprach in einem Instagram-Post am Sonntag von fünf Teufelsrochen-Strandungen auf den Balearen und um die 20 im Mittelmeerraum.

Wer einen Rochen in Strandnähe sichtet, soll ihn auf keinen Fall anfassen und auch nicht versuchen, ihn in tiefere Gewässer zu geleiten. Die Meeresschützer bitten darum, sofort den Notruf 112 zu wählen und Fotos sowie Videos des Tieres aus sicherer Entfernung zu machen.

Im Fall von Magaluf handelte es sich laut der Stiftung des Palma Aquariums um einen Pelagischen Stechrochen. Ebenso wie die Teufelsrochen lebe er eigentlich in viel tieferen Gewässern, sagt Stiftungsleiterin Debora Morrison der MZ. "Die Teufelsrochen werden bis zu fünf Meter groß. Ihr Mund sitzt vorne am Körper, und sie haben einen Schwanz ohne Stachel." Der Pelagische Stechrochen wird bis zu einem Meter groß, hat sein Maul mittig in der Bauchgegend und hat einen Stachel am Schwanz. "Vor dem muss man aufpassen", so die Expertin.

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