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Vier Hotelangestellte prügeln auf schwules Ehepaar in Llucmajor ein

Der Vorfall ereignete sich in der Siedlung Maioris

Eines der Opfer der homophoben Attacke.

Eines der Opfer der homophoben Attacke. / DM

Die Guardia Civil und die Ortspolizei von Llucmajor haben vier Männer festgenommen. Sie stehen im dringenden Tatverdacht, in der Nacht auf Dienstag (17.6.) ein schwules Ehepaar verprügelt und homophob beleidigt zu haben. Der Vorfall ereignete sich in der Siedlung Maioris in der Gemeinde Llucmajor im Süden der Insel. Bei dem Ehepaar handelt es sich um einen 23-Jährigen und einen 40-Jährigen.

Kurz vor Mitternacht befand sich der Jüngere in einer Bar. Plötzlich fielen die vier Männer über den jungen Mann her. Sie beleidigten ihn und forderten ihn auf, an einer Flasche zu lutschen. Der junge Mann ging nach draußen, wo sein Gatte wartete. Die Angreifer verfolgten ihn. Währenddessen schlugen sie ihn gegen den Kopf und die Brust. Dabei beleidigten sie ihn mit homophoben Sprüchen.

Der Ehemann versuchte, seinen Partner zu beschützen. Daraufhin prügelten die vier Männer auf das Paar ein. Während der Attacke klammerte es sich aneinander und versuchte, Schutz hinter einem Auto zu finden. Der Vorfall wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet. Diese forderten die Täter auf, mit der Attacke aufzuhören. Doch die vier Männer reagierten aggressiv: "Wenn ihr die Polizei ruft, seid ihr die nächsten." Schließlich verließen sie den Tatort.

Opfer und Täter kannten sich

Die Beamten der herbeigerufenen Ortspolizei konnten die Identitäten der Täter schnell herausfinden, die Guardia Civil nahm sie wenig später fest. Es handelte sich um vier Angestellte eines nahegelegenen Hotels. "Mein Ehemann arbeitet in einem Restaurant in der Gegend. Die vier Männer sind da häufig zu Gast", erklärte eines der Opfer gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca". Auch darum hätten sie wohl gewusst, dass der Mann schwul ist. "Es hatte aber nie zuvor Probleme mit den Männern gegeben."

Die Opfer betonten, wie schnell und effizient die Guardia Civil und die Ortspolizei gehandelt hatten. /pss

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