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Anwohner eines beliebten Küstenortes auf Mallorca seit Tagen ohne Leitungswasser

Seit Samstag (28.6.) sind weite Teile von Port de Pollença von der Wasserversorgung abgeschnitten

Grund für die Probleme bei der Wasserversorgung sind mehrere Rohrbrüche.

Grund für die Probleme bei der Wasserversorgung sind mehrere Rohrbrüche. / CAIB

Frust, Ärger und Wut in Port de Pollença: Seit Tagen kommt kaum Wasser in dem beliebten Urlaubs- und Hafenort im Norden Mallorcas an. Teilweise haben die Anwohner seit Samstag (28.6.) kein Leitungswasser mehr. Grund dafür sind mehrere Rohrbrüche in der Leitung zwischen der Entsalzungsanlage in Alcúdia und dem Wasserdepot Can Puig.

Wie es weitergeht, ist unklar. Die Gemeinde hatte am Montag die Wiederherstellung der Wasserversorgung bis 19 Uhr angekündigt. Bei vielen Anwohnern kam aber auch am Dienstagvormittag kein Wasser aus dem Hahn. Einige Residenten, die über private Pools verfügen, bedienen sich hier, um zumindest die Toiletten benutzen zu können. In manchen Hausgemeinschaften bestellten die Eigentümer Wasser per Lkw, um die Versorgung zu garantieren.

Gemeinde weist Schuld von sich

Die Gemeinde weist derweil die Schuld von sich. Die Leitungen würden von der Balearen-Regierung verwaltet. Zudem habe man – als das Problem bekannt wurde – zusätzliches Wasser aus den Brunnen auf dem Gemeindegebiet ins Netz eingespeist. Auch habe man erste Wassertransporte per Lkw bestellt. Darüber hinaus habe man alle Anwohner, die über Zugang zur Wasserversorgung verfügen, aufgefordert, den Konsum so gering wie möglich zu halten, um das Problem nicht zu verschärfen.

Port de Pollença kämpft seit Jahren mit einem überlasteten Wassernetz. Ohne das Wasser aus der Entsalzungsanlage in Alcúdia ist die Versorgung nicht mehr zu garantieren. Im vergangenen Jahr stammten 36,4 Prozent des Wassers aus dieser Quelle. Die Abhängigkeit macht sich nun angesichts der Rohrbrüche bemerkbar. Der Verbrauch in dem Küstenort ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, insbesondere in den Sommermonaten. Im vergangenen Jahr lag der Konsum rund zehn Prozent über dem des Vor-Corona-Sommers 2019.

Das Rathaus drückte die Hoffnung aus, dass das zuständige balearische Meeres- und Wasserministerium das Problem an den Rohren schnellstmöglich behebt. /pss

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