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Millionenbetrug mit Scheinsanierungen: Deutscher Immobilienhai auf Mallorca festgenommen

Der Schaden soll sich auf zehn Millionen Euro belaufen. Ein weiteres Mitglied der Bande wurde in Deutschland geschnappt

Die Nationalpolizei arbeitete mit der Kripo Köln zusammen.

Die Nationalpolizei arbeitete mit der Kripo Köln zusammen. / Nationalpolizei

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Die Kriminalpolizei in Köln hat gemeinsam mit der spanischen Nationalpolizei einen 40-jährigen Deutschen auf Mallorca festgenommen, der in einen Immobilienskandal in Deutschland involviert sein soll. Der Schaden soll sich auf zehn Millionen Euro belaufen. Das gab die Kölner Polizei am Mittwochabend (5.11.) in einer Pressemitteilung bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen sieben Beschuldigte im Alter zwischen 35 und 64Jahren wegen "des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs", so die Pressemitteilung. Neben der Festnahme auf Mallorca schnappte die Polizei einen 35-Jährigen in Essen. Der 40-Jährige soll sich derweil in Santanyí versteckt gehalten haben.

Die Bande war offensichtlich in einem größeren Umfeld tätig. Die Polizei durchsuchte sechs Privatwohnungen im Ruhrgebiet, im Münsterland, im Rheinland und dem Rhein-Sieg-Kreis, wo digitale Datenträger sichergestellt wurden.

So funktionierte der Betrug

"Die beiden festgenommenen Beschuldigten sollen über eine von ihnen beherrschte Firma mit Sitz in Leverkusen sanierungsbedürftige Immobilien angekauft, 'scheinsaniert' und diese unter Vorspiegelung umfangreicher Arbeiten an der Immobilie mit hohen Gewinnen weiterverkauft haben. Aufgefallen war der mutmaßliche Betrug durch Strafanzeigen mehrerer Geschädigter", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Polizei stellte auch Vermögenswerte sicher und wertet nun die Beweise aus. Die Ermittlungen dauern folglich noch an.

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