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Schlug mit einem Hammer auf seine Frau ein: Täter in Palma gesteht Mordversuch

Der 52-Jährige muss fünfeinhalb Jahre in Haft und darf sich anschließend sechseinhalb Jahre lang weder seiner Ex-Frau nähern noch Kontakt zu ihr aufnehmen

Der Täter wird von einem Beamten der Nationalpolizei in den Gerichtssaal abgeführt.

Der Täter wird von einem Beamten der Nationalpolizei in den Gerichtssaal abgeführt. / B. Ramón

Ein 52-jähriger Mann hat sich am Donnerstag (6.11.) vor dem Landgericht Palma mit einer Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren abgefunden. Er hatte im Januar 2024 versucht, seine Frau mit einem Vorschlaghammer zu töten, während sie im gemeinsamen Zuhause im Stadtviertel es Fortí schlief.

Der Angeklagte bekannte sich vor der Zweiten Strafkammer der Provinzaudienz des versuchten Mordes schuldig. Ursprünglich hatte ihm eine Strafe von 14 Jahren Haft sowie ein 20-jähriges Kontaktverbot gedroht. Er saß seit Anfang 2024 in Untersuchungshaft.

Das Gericht berücksichtigte unter anderem die erschwerenden Umstände des Geschlechts und der Verwandtschaft sowie strafmildernd das Geständnis, eine bereits geleistete Entschädigung und eine leichte alkoholbedingte Einschränkung der Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt.

Zusätzlich zur Haft verhängte das Gericht ein Kontakt- und Näherungsverbot von sechseinhalb Jahren gegenüber dem Opfer nach der Haft. Außerdem hat das Opfer 18.000 Euro sowie ein Motorrad und ein Auto als Entschädigung im Voraus erhalten.

Wie kam es zu der Tat?

Der Angeklagte lebte mit seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter in einer Wohnung im Carrer Bernat Amer, im Viertel es Fortí in Palma. Laut der Staatsanwaltschaft teilte ihm seine Frau im Mai 2023 ihren Wunsch mit, die Beziehung zu beenden. Der Mann akzeptierte die Trennung nicht und begann angeblich, ihre Freundschaften, Ausgänge und Telefonanrufe zu kontrollieren, um herauszufinden, ob sie eine neue Beziehung hatte.

Zwischen November und Dezember 2023 informierte das Opfer ihn über die endgültige Trennung der Beziehung, obwohl sie weiterhin in derselben Wohnung zusammenlebten. Da die Tochter zeitweise zu Verwandten zog, bezog die Frau das Zimmer der jungen Frau.

Gegen Mitternacht des 29. Januar 2024 legte sich die Frau in diesem Schlafzimmer schlafen, während der Angeklagte am Fußende des Bettes sitzen blieb. Nachdem er das Licht gelöscht und sich vergewissert hatte, dass das Opfer tief schlief, „mit der Absicht, ihr Leben zu beenden“, schlug er gegen 2.30 Uhr in der Nacht mit mindestens fünf gezielten Schlägen auf lebenswichtige Bereiche des Kopfes und des Gesichts ein - mit einem eisernen Hammer, den er zuvor aus einer Abstellkammer geholt hatte.

Die Frau wachte dadurch auf und konnte sich nur wehren, indem sie die Arme hob und schrie. Daraufhin hörte der Verdächtige auf, sie zu attackieren, und rief selbst die Notdienste an. Der Mann wurde von der Polizei festgenommen, gestand die brutale Attacke und wurde auf richterlichen Beschluss hin inhaftiert.

170 Tage zur Genesung

Die Frau blieb nach dem Angriff mehr als eine Woche im Krankenhaus. Das Opfer erlitt Brüche am Schädel und Verleztungen im Gesicht. Sie musste Mitte Februar operiert werden und benötigt seitdem regelmäßige augenärztliche Betreuung, da sie bleibende Beeinträchtigungen am rechten Auge erlitt. Laut dem gerichtsmedizinischen Gutachten benötigte sie 170 Tage zur Genesung, davon 155 Tage mit mäßigem und 15 Tage mit schwerem Schaden. Zu den bleibenden Folgen gehören auch Narben im Gesichtsbereich, die einen ästhetischen Nachteil darstellen.

Am 2. August 2024 erließ das Gericht für Gewalt gegen Frauen Nr. 3 von Palma, das für die Ermittlungen zuständig war, einen Beschluss, mit dem dem Angeklagten verboten wurde, sich der Geschädigten zu nähern oder mit ihr zu kommunizieren. /slr

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