Insassen in Gefahr: Vier Jungen werfen Steine von Brücke auf fahrenden Stadtbus
Bei dem Vorfall im Viertel Nou Llevant ging die Frontscheibe des Fahrzeugs zu Bruch. Verletzte gab es nicht

Der betroffene Bus musste anhalten. / Ortspolizei Palma
Die Ortspolizei von Palma hat auf Mallorca vier Minderjährige im Alter zwischen gerade einmal elf und 14 Jahren identifiziert, die in der Nacht zum 2. November mutmaßlich Steine von einer Brücke auf einen Bus der Stadtwerke EMT geworfen haben.
Bei dem Bus, der auf der Flughafenautobahn unterwegs war, ging durch die Attacke die Frontscheibe zu Bruch – was zu einer erheblichen Gefährdung des Fahrers und der Insassen führte. Allerdings blieben alle Personen im Bus unverletzt. Das Fahrzeug musste anhalten und wurde von der Polizei begutachtet.
Eine Streife der Ortspolizei spürte die Jugendlichen kurz darauf in der Avinguda de Mèxic im nahegelegenen Viertel Nou Llevant auf. Sie saßen auf einer Bank, unter der mehrere Steinbrocken lagen, die mit den vom Tatort stammenden Geschossen übereinstimmten. Die Beamten nahmen die Personalien auf und übergaben die Minderjährigen anschließend ihren Eltern.
Gefährdung des Straßenverkehrs und Sachbeschädigung
Die Ortspolizisten fertigten einen Bericht wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Sachbeschädigung an. Der Vorfall ereignete sich gegen 23.40 Uhr an einer Brücke bei Kilometer 2,5 der Autobahn Ma-19.
Der Busfahrer konnte den Beamten eine präzise Beschreibung der Jugendlichen geben – es handelte sich um vier Jungen, einer davon mit einem E-Scooter. Er schätzte den Schaden an der zerbrochenen Windschutzscheibe auf rund 2.000 Euro.
Der Ermittlungsbericht, einschließlich Fotomaterial und der Zeugenaussage des Busfahrers, wurde inzwischen an die Staatsanwaltschaft für Minderjährige weitergeleitet.
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