Deutscher auf Mallorca missbrauchte schlafende Frau – zwei Jahre Haft
Der Vorfall ereignete sich im Sommer 2021 in der Gemeinde Calvià

Das Landgericht in Palma. / DM
Ein Deutscher ist auf Mallorca am Mittwoch (19.11.) zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden. Er hatte zuvor in einem Deal mit der Staatsanwaltschaft eine Teilschuld eingeräumt. Der Mann soll eine schlafende Frau sexuell missbraucht haben.
Der Vorfall hatte sich in den frühen Morgenstunden des 13. August 2021 in der Gemeinde Calvià ereignet. Der Mann hatte am Abend zuvor eine Party in seiner Wohnung veranstaltet. Die Frau war betrunken auf einem Bett eingeschlafen. Diesen Zustand nutzte der Mann aus, um sich an ihr zu vergehen.
Ursprünglich zehn Jahre Gefängnis gefordert
Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft dem Deutschen Vergewaltigung mit Penetration vorgeworfen und zehn Jahre Gefängnis gefordert. Der Mann betonte seine Unschuld, ließ sich laut seiner Verteidigerin Maria Barbancho aber angesichts der drohenden hohen Haftstrafe, die nicht zur Bewährung hätte ausgesetzt werden können, auf einen Vergleich mit der Anklage ein. Laut den von der Verteidigung vorgelegten Gutachten stellte das im Körper der Frau gefundene genetische Material keinesfalls einen Beweis für eine Penetration dar.
Als strafmildernde Umstände wertete das Gericht, dass sich das Verfahren sehr lange hingezogen hatte und dass der Täter 25.000 Euro bereitgestellt hatte, um das Opfer zu entschädigen. Der Mann wird das Gefängnis wohl nicht betreten müssen. Strafen bis zu zwei Jahren werden in Spanien normalerweise zur Bewährung ausgesetzt.
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